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Die Bedeutung der Schlagflächenstellung bei der Videoanalyse erklärt hier Heiko Burkhard. Foto: PGA of Germany
Die Bedeutung der Schlagflächenstellung bei der Videoanalyse erklärt hier Heiko Burkhard. Foto: mat

Ausbildung zum Fully Qualified PGA Golfprofessional

Beginn der heißen Phase für Modul II-Teilnehmer

Mit einem einwöchigen Seminar haben sich die Teilnehmer der Modul II-Ausbildung zum Fully Qualified PGA Golfprofessional auf das letzte Jahr ihrer Berufsausbildung vorbereitet. Im Quellness Golf Resort Bad Griesbach standen Themen wie Materialkunde, Taktiktraining, kurzes Spiel, die Videoanalyse und der Gruppenunterricht im Mittelpunkt.

von Matthias Lettenbichler - 6. November 2017 18:17

Bad Griesbach – Unter der Leitung von PGA Ausbildungskoordinator Martin Hasenbein sowie der Lehrteam-Mitglieder Oliver Neumann, Oliver Banse-Cabus, Heiko Burkhard und Paul Dyer ging es für die 46 Teilnehmer des Modul II um wesentliche Themen ihrer Berufsausbildung. Ausbildung im Bereich Taktik erhielten die Azubis dabei zum Beispiel im Praxis-Modus, bei dem sie selbst im Matchplay antreten mussten; das taktische Verhalten wurde auf Video aufgezeichnet, die Entscheidungsprozesse später in der Gruppe besprochen. „Adressatengerechter Golfunterricht“ lautet die Überschrift eines weiteren Schulungsteils, in dem die angehenden Golflehrer erfahren, wie sie unterschiedliche Persönlichkeiten mit ihrer Botschaft am besten erreichen.

 

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„Insgesamt steht in dieser Woche vor allem die Vertiefung der Kenntnisse der technischen Zusammenhänge im Golf im Vordergrund“, so Martin Hasenbein. Dazu gehört natürlich auch das Thema Videoanalyse um das Bewegungssehen und damit die Analysefähigkeit weiter zu entwickeln.

Prüfstein Gruppenlehrprobe

Zu den anspruchsvollsten Aufgaben für einen angehenden PGA Golfprofessional gehört hochkarätiger Gruppenunterricht für Leistungsgolfer verschiedener Klassen. „Entwerfen Sie Übungen und ein Testverfahren fürs kurze Spiel für eine Gruppe von vier Golfern ihrer Jugendmannschaft“, lautete die Vorgabe für die Azubis. In Kleingruppen arbeiteten sie verschiedene Test-Szenarien für Pitch, Chip, Putt und Bunkerschlag aus und demonstrierten ihren Vorschlag den (Coaches) Ausbildern wie in einer Gruppenlehrprobe, die einen wesentlichen Teil der Abschlussprüfung zum Fully Qualified PGA Golfprofessional darstellt. Von der Einführung des Trainingsthemas über die Motivation der Schüler bis hin zur Vorbereitung der einzelnen Aufgaben und schließlich der Auswertung der Testergebnisse hatten die Azubis zunächst einen Ausschnitt einer kompletten Gruppenlehrprobe zu gestalten. Tags darauf dann galt es, diese Probe den Lehrgangskollegen zu zeigen und die Tests durchzuführen. „Dies ist eine anspruchsvolle Aufgabe, weil viele Dinge gleichzeitig beachtet werden müssen“, so (Coach) Ausbilder Oliver Neumann. Übungen und Tests für vier Spieler zu entwerfen, durchzuführen, die Leistungen zu analysieren – und dabei den Spaß-Faktor nicht ganz außer Acht zu lassen, das aber ist das tägliche Brot des Fully Qualified PGA Golfprofessionals. Es geht um Trainingssteuerung und Trainingsgestaltung. Und für die Teilnehmer des Modul II gilt es, dies zu üben, zu üben und zu üben. So oft wie möglich in der Praxis im Club, und in der Theorie mittels des PGA Ausbildungshandbuchs. „Am Ende geht es darum, die Spielanlage eines Spielers zu verstehen, bereits vorhandene Kompetenzen in ihrer Qualität einzuordnen und anschließend entweder bereits vorhandene Fertigkeiten mit Hilfe geeigneter Maßnahmen zu optimieren oder neue Fertigkeiten zur Steigerung der Spielfähigkeit zu entwickeln“, so Hasenbein.

Ein knappes Jahr bleibt den angehenden Golflehrern nun noch, um das bereits Erlernte zu vertiefen und sich die noch ausstehenden Inhalte anzueignen. Dann müssen sie in ihrer Abschlussprüfung beweisen, dass sie gelernt haben, wie man das Golfspiel lehrt.

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