GC Heidelberg-Lobenfeld e.V.
Kontakt zum Turnierbüro
Preisgeld: 30.000 €
Fritsch gewinnt die Heidelberg Lobenfeld Classic
Mit Runden von 69, 67 und 68 Schlägen, gesamt 9 unter Par, entscheidet PGA Golfprofessional Florian Fritsch aus Neckargemünd den Deutschland-Auftakt der EPD Tour 2010 für sich und verweist beim deutschen Dreifach-Erfolg Stephan Gross und Max Kramer auf Rang 2
Von Matthias Lettenbichler
Lobbach-Lobenfeld – Es ist noch keine vier Wochen her, da gab Florian
Fritsch das vorläufige Ende seiner Karriere als PGA Tourprofessional bekannt.
Am Mittwoch nun gewann der 24-Jährige die Heidelberg Lobenfeld Classic, den
Deutschland-Auftakt der EPD Tour 2010. Mit 9 unter Par verwies er sowohl
European-Tour-Spieler Stephan Gross (68, 70, 72) als auch den Frankfurter Max
Kramer (69, 71, 70), Sieger des Turniers im Jahr 2008, auf Rang 2.
Insbesondere am Finaltag zeigte Fritsch sein überragendes Können, spielte wie schon in Runde 2 das beste Resultat des gesamten Feldes und verschaffte sich schließlich sechs Schläge Vorsprung vor seinen Verfolgern. Nach 36 Löchern hatte er das Klassement schlaggleich mit dem Engländer Michael Lowe angeführt, doch der notierte im dritten Durchgang eine 75 auf seiner Scorekarte, fiel auf Platz 4 zurück (68, 68, 75). Fritsch erhielt einen Sieger-Scheck über 4814 Euro, insgesamt war das Turnier mit 30.000 Euro dotiert. 51 Spieler hatten den Cut (+6) überstanden.
„Ich habe in letzter Zeit zwar nicht viel trainiert, treffe den Ball aber sehr gut. Ich habe sehr solide geputtet und mein Langes Spiel war grandios“, so Fritsch. Mit präzisen Bällen vom Tee verschaffte er sich exzellente Lagen für den Schlag aufs Grün – und nutzte dort seine Birdie-Chancen. Der Platz des GC Heidelberg-Lobenfeld präsentierte sich in gutem Zustand, selbst teils heftige Regenschauer änderten daran nichts.
„Findungs-Jahr“
Dass Florian Fritsch nach seinem offiziellen Rückzug vom professionellen Tour-Golf ausgerechnet in Lobbach-Lobenfeld wieder mit von der Partie war, ist kein Zufall: Er absolviert derzeit im Club, von dem er eine Wildcard fürs Turnier erhielt, ein Praktikum, trägt sich mit dem Gedanken, dort ab 2011 eine Ausbildung zum PGA Teaching Professional zu machen. Der gebürtige Münchner wohnt im 30 Autominuten entfernten Neckargemünd. Genauso möglich ist für ihn aber auch eine Rückkehr zum Turniergolf: „Ich habe dieses Jahr zu meinem Findungs-Jahr erklärt. Völlig ohne Druck, nur mit dem Ziel, herauszufinden, was ich wirklich will, und was gut für mich ist“, so Fritsch.
Wohin die Reise gehen wird, weiß er deshalb noch nicht. Auch der Sieg bei der Heidelberg Lobenfeld Classic ist nicht richtungsweisend, wenngleich es ihn schon freute, dass er auf Anhieb vorne mitspielen konnte: „Der Unterschied ist aber, dass ich eben nur mitgespielt habe. Ohne konkrete Zielsetzung.“ Und ganz ohne Druck.
Insgesamt sieben, vielleicht acht Turniere will Florian Fritsch in diesem Jahr „mitspielen“. Teils auf der EPD Tour, teils auf der Challenge Tour, die er 2009 auf Rang 31 abschloss; vielleicht auch auf der European Tour, wo er Kategorie 13b besitzt. Ganz gleich, wo er aufteet: Wenn Florian Fritsch ganz entspannt und ohne Druck einfach so mitspielt, ist immer ein Top-Resultat drin.
Preisgeld-Rekord
Auf der EPD Tour stehen 2010 weitere 12 Turniere auf dem Programm, die Heidelberg Lobenfeld Classic markierte nach den sieben Events der Winter Series den Beginn des zweiten Teils der Saison. Alle Turniere sind in diesem Jahr mit zumindest 30.000 Euro dotiert – ein neuer Preisgeld-Rekord für die Tour.
Nächste Station ist die Augsburg Classic, wo die Professionals vom 31. Mai bis 2. Juni spielen. Titelverteidiger ist dann Christopher Trunzer, PGA Champion des Jahres 2009. Fotos: EPD Tour
Heidelberg Lobenfeld Classic: Fritsch & Lowe vorn
Der Deutsche Florian Fritsch und Michael Lowe aus England haben bei der Heidelberg Lobenfeld Classic nach zwei Runden die Führung übernommen. Beide notieren nach 36 Löchern 6 unter Par, zwei Zähler weniger als European-Tour-Spieler Stephan Gross
Von Matthias Lettenbichler
Lobbach-Lobenfeld, 18. Mai 2010. Vor knapp vier Wochen hatte Florian Fritsch, 24, das Ende seiner Karriere als Playing Professional bekannt gegeben. Unüberwindbare Flugangst nannte der gebürtige Münchner, der als Amateur viermal die Deutsche Rangliste gewann und sich in der Saison 2009 souverän und auf Anhieb auf der Challenge Tour etabliert hatte, als Grund für seine Entscheidung. Und die Erkenntnis, dass er „nicht geschaffen“ sei für dieses Geschäft. Zu viel Druck, zu viel Unruhe. Zu vieles sei in zu kurzer Zeit über ihn hereingebrochen, er fühle sich „noch nicht reif genug, diesen Golfsport auf diesem Level auszuüben“.
Dass er nach wie vor in der Lage ist, auf sehr hohem Niveau zu spielen und den Golfball auf sehr effiziente Weise von A nach B zu bewegen, bewies er jetzt bei der Heidelberg Lobenfeld Classic: Nach zwei Runden hat er gemeinsam mit dem Engländer Michael Lowe die Führung übernommen. Auf dem Par-71-Platz des GC Heidelberg-Lobenfeld notierte Fritsch, der vom Club eine Wildcard für das Turnier bekommen hatte, 69 Schläge in Runde 1, am Dienstag dann verzeichnete er eine 67 auf seiner Scorekarte – das beste Resultat des Tages. Michael Lowe hatte zwei 68er Runden ins Clubhaus gebracht. Platz 3 belegt European-Tour-Spieler Stephan Gross mit 4 unter Par (68+70).
Dass Florian Fritsch schon so bald nach seinem offiziellen Rückzug vom professionellen Tour-Golf und ausgerechnet in Lobbach-Lobenfeld wieder mit von der Partie ist, ist kein Zufall: Er absolviert im Club derzeit ein Praktikum, trägt sich mit dem Gedanken, in Heidelberg-Lobenfeld eine Ausbildung zum PGA Teaching Professional zu machen. Fritsch wohnt um die Ecke, als Amateur spielte er viele Jahre lang für den benachbarten GC St. Leon-Rot – genau wie Stephan Gross. Und Fritsch widerspricht mit seinem Start bei der mit 30.000 Euro dotierten Heidelberg-Lobenfeld Classic 2010 auch seinen Aussagen von vor vier Wochen nicht: „Ich freue mich auf ein Leben ohne Hotels und Jetlag“, hatte er da gesagt. Diese Woche schläft er im eigenen Bett – und Zeitdifferenz gibt es keine zu überwinden. Bei solch idealen äußeren Umständen ist Florian Fritsch jederzeit Top-Favorit auf den Titel. Und die Zuschauer dürfen sich am Finaltag auf einen spannendes Duell der beiden Lokalmatadore freuen.
Die Finalrunde beginnt am Mittwoch um 7:30 Uhr, das Führungs-Trio mit Florian Fritsch, Stephan Gross und Michael Lowe schlägt um 8:50 Uhr an Tee 1 ab. 51 Spieler überstanden den Cut (+6). Fotos: Stefan Heigl/golffoto.de / ff-golf.de
Volles Feld bei der Heidelberg Lobenfeld Classic
Beim Deutschland-Auftakt der EPD Tour 2010 sind heute im Golfclub Heidelberg-Lobenfeld 156 Spieler am Start, darunter auch European-Tour-Mitglied Stephan Gross und sein Coach Ted Long
Von Matthias Lettenbichler
Lobbach-Lobenfeld, 17. Mai 2010. Richtig: 7 von insgesamt 20 Turnieren der Saison 2010 sind bereits gespielt. Und dennoch herrscht heute Auftakt-Stimmung auf der EPD Tour. Denn Runde 1 der Heidelberg Lobenfeld Classic, die um 7:30 Uhr im GC Heidelberg-Lobenfeld eröffnet wird, markiert den Deutschland-Auftakt der Saison 2010. Im Januar, Februar und März standen im Rahmen der Winter Series in der Türkei und in Marokko bereits sieben Turniere auf dem Programm. Doch nun, nach knapp zweieinhalb Monaten Pause, beginnt die Saison ein zweites Mal – und die Spieler scheinen heiß darauf, endlich wieder an den Abschlag gehen zu können.
Mit 156 Startern ist das mit 30.000 Euro dotierte Turnier voll besetzt – mehr geht nicht. Und dass nicht nur Masse, sondern auch große spielerische Klasse am Start ist, zeigt ein Blick auf die Teilnehmerliste. Mit Daniel Wünsche, Daniel Froreich, Tiago Cruz und Marcel Haremza haben vier der sechs Sieger der Winter Series 2010 gemeldet. Außerdem schlagen zahlreiche EPD-Tour-Champions der vergangenen Jahre ab, ebenso etliche Mitglieder der Challenge Tour – und mit Stephan Gross sogar ein aktueller European-Tour-Spieler. Er startet um 13:50 Uhr an Tee 10 ins Turnier, gemeinsam mit Manuel Kempe und Tobias Schwartzer. Stephan Gross spielte als Amateur für den benachbarten GC St. Leon-Rot und trainiert dort mit seinem Coach Ted Long. Auch der greift diesmal aktiv ins Turniergeschehen ein, ab 14:30 Uhr von Tee 10.
Benjamin Miarka, Tino Schuster, Florian Fritsch, Gary Birch jr., Dennis Küpper, Christopher Trunzer, Jochen Lupprian, Patrick Niederdrenk, Benjamin Wuttke, Constantin Schwierz und Richard Porter: Gemeinsam mit Haremza, Wünsche, Froreich und natürlich Stephan Gross darf sich wohl mehr als ein Dutzend deutscher Spieler zu den Favoriten zählen. Ebenso die Engländer Lee Corfield und Grant Jackson sowie Matthew Dearden aus Wales. Oder Tiago Cruz aus Portugal.
„In Heidelberg hat ein extrem starkes Feld gemeldet, und ich bin mir sicher, wir erleben heute einen furiosen Deutschland-Auftakt der EPD Tour 2010“, so Rainer Goldrian, Geschäftsführer der EPD Tour. Der Platzrekord auf der Par-71-Anlage liegt jedenfalls bei 65 Schlägen und datiert aus dem Jahr 2008. Max Kramer spielte damals in seiner fehlerfreien Runde 2 sechs Birdies – und gewann das Turnier schließlich mit 9 unter Par. Seine Abschlagszeit heute: 14:20 Uhr, Tee 1.
Die Zuschauer jedenfalls können sich auf spannenden Golfsport und ein hochkarätiges Turnier freuen, mit einem der stärksten Felder in der Geschichte der EPD Tour. Foto: Stefan Heigl/golffoto.de


EPDTour bei twitter
Twitter
Besuchen Sie auch unseren Youtube-Videokanal