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04. Februar - 06. Februar 2010
Montgomerie Classic

Papillon Hotels Resort & Spa (Belek, Türkei)
Kontakt zum Turnierbüro

Gewinner: Nicolas Meitinger (Deutschland)
Preisgeld: 30.000 €

Überlegener Triumph für Nicolas Meitinger in Belek

Der Kölner brilliert bei der Montgomerie Classic in Belek und setzt sich auf dem anspruchsvollen Par-72-Platz mit acht Schlägen Vorsprung vor seinem Landsmann Bernd Ritthammer und dem Belgier Thomas de Kesel durch, die sich mit jeweils 3 über Par Rang 2 teilen

Von Matthias Lettenbichler

Belek/Türkei – Er nahm gleich selbst Anlauf und sprang ins Wasser – die Kollegen standen bereit und hätten ihn ansonsten mit vereinten Kräften in den Teich am 18. Grün befördert: Mit einer eindrucksvollen Demonstration seines Könnens hat Nicolas Meitinger am Samstag die Montgomerie Classic 2010 gewonnen. Und gemäß einer neuen Tradition auf der RENAULT EPD Tour nimmt der Sieger ein Bad im nächstgelegenen See – freiwillig oder unfreiwillig. Der 25-jährige PGA Golfprofessional aus Köln setzte sich beim dritten Saisonturnier der RENAULT EPD Tour 2010 mit Runden von 70, 69 und 72 Schlägen souverän gegen seine Kontrahenten durch.

Nach 54 Löchern auf dem äußerst anspruchsvollen Par-72-Platz „The Montgomerie“ des Papillon Golf Club in Belek in der Türkei hatte er acht Schläge Vorsprung vor seinem Landsmann Bernd Ritthammer, dem Gesamtsieger der RENAULT EPD Tour Order of Merit 2009. Ritthammer, der wie Meitinger in diesem Jahr das Startrecht auf der Challenge Tour besitzt, kam mit 76, 72 und 71 Schlägen ins Clubhaus – gesamt 3 über Par. Damit war er ebenso stark wie der Belgier Thomas de Kesel (70, 74, 75/+3).

Der Sieg brachte 4814 Euro auf Meitingers Preisgeld-Konto und den Sprung auf Platz 3 der RENAULT EPD Tour Order of Merit. Weiterhin in Führung in der Rangliste: Daniel Wünsche aus Gilching bei München mit 8033 Punkten. Er schloss die Montgomerie Classic auf Platz 18 ab; den Saison-Auftakt hatte Wünsche gewonnen, letzte Woche war er Zweiter geworden.

Bodenfrost in Belek

Doch die Montgomerie Classic, wie alle Turniere der Winter Series 2010 mit 30.000 Euro dotiert, stand spätestens nach dem zweiten Durchgang ganz im Zeichen von Nicolas Meitinger. Nach Runde 1 noch schlaggleich vom dem Belgier Thomas de Kesel, hatte er nach 36 Löchern schon fünf Schläge Vorsprung vor seinen Verfolgern, und am Finaltag baute er dieses Polster noch aus. Wegen Bodenfrosts konnte Turnierdirektor Jochen Gertitschke die Spieler nur mit 90-minütiger Verspätung auf Runde 3 schicken. Doch auch dies änderte nichts an der Souveränität Meitingers, der ein solides Par-Ergebnis ins Clubhaus brachte.  

Dass gute Scores auf dem vom schottischen Weltklasse-Spieler Colin Montgomerie entworfenen Platz ein hartes Stück Arbeit bedeuteten, verriet bereits am ersten Tag ein Blick auf die Ergebnisse. Bei starkem Wind waren die 70er Runden von Thomas de Kesel und Nicolas Meitinger die mit Abstand besten Resultate. Viele auch der arrivierten Spieler fanden sich mit Scores in den 80ern im Clubhaus wieder.

Am zweiten Tag ließ der Sturm etwas nach und ermöglichte besseres Spiel. So schaffte beispielsweise der Tscheche Petr Skopovy, der im ersten Durchgang 84 Schläge benötigt hatte, dank einer 72er Runde noch den Cut (+12). Nicolas Meitinger nutzte die günstigeren Wetterbedingungen und den ausgezeichneten Zustand des Platzes zu einer 69er Runde. Das bedeutete neuen Platzrekord, und 3 unter Par blieb letztlich auch das beste Resultat des gesamten Turniers.

„Es sieht so aus, als käme ich zum ersten Mal so richtig gut aus dem Winter“, stellte Nicolas Meitinger nach seinem Sieg zufrieden fest. „Der Platz ist anspruchsvoll, die Grüns sind groß und onduliert, da kommt es darauf an, die richtige Seite zu treffen.“ Das gelang dem Challenge-Tour-Spieler ein ums andere Mal. Meitinger: „Ich habe im Dezember und auch im Januar gut und intensiv trainiert und habe dieses Jahr eigentlich keine große Pause gemacht. Dafür bin ich ganz offenbar belohnt worden.“

Nicolas Meitinger hatte 2008 über die RENAULT EPD Tour als Dritter der finalen Order of Merit den Sprung auf die Challenge Tour 2009 geschafft. Die schloss er an Position 70 ab und zeigte im Dezember mit Rang 46 bei der Final Stage der Qualifying School sein Potenzial. Diese Leistung brachte ihm Kategorie 7 auf der Challenge Tour 2010. Die Winter Series der RENAULT EPD Tour nutzt er, um Spielpraxis zu sammeln.

Bevor er ins Trainingslager nach Thailand fliegt, tritt er am Dienstag noch bei der Lykia Links Classic an, dem vierten und letzten Turnier der Station Belek der Winter Series 2010. „Das Rough soll dort in diesem Jahr sehr hoch sein“, so Meitinger, „das wird sicher noch ein ganzes Stück Arbeit.“ 2009 schloss er das Turnier auf dem Links-Platz an Position 14 ab. Nachdem Küpper bei der Montgomerie Classic mit 14 über Par den Cut verpasste, ist der Titelverteidiger am Dienstag sicherlich dreifach motiviert.

Montgomerie: Meitinger und de Kesel in Führung

Der Deutsche und der Belgier spielen am ersten Tag der Montgomerie Classic, dem dritten Turnier der RENAULT EPD Tour Winter Series in Belek in der Türkei, jeweils 2 unter Par und liegen damit schon drei Schläge vor den Verfolgern

Belek/Türkei (mat) – Das Monster zeigt seine Zähne! Der Montgomerie Course des Papillon Golf Club in Belek hat bei seiner Premiere als Austragungsort eines Turniers der RENAULT EPD Tour mächtig Eindruck hinterlassen. 2 unter Par war am Donnerstag das beste Tagesergebnis in der Türkei – und das gelang lediglich dem Deutschen Nicolas Meitinger und dem Belgier Thomas de Kesel.

Die nächsten Verfolger, Meitingers Landsmann Maximilian Tschinkel und der Schwede Björn Pettersson, der am Montag die Sueno Pines Classic für sich entschieden hatte, liegen nach 73er Runden bereits drei Zähler zurück.

Starker Wind und ein anspruchsvolles Layout stellten die Spieler vor viele Herausforderungen. Dabei präsentierten sich die Grüns in hervorragendem Zustand. Acht Spieler beispielsweise kamen mit 80er Runden ins Clubhaus, belegen gemeinsam Platz 43 und kämpfen am Freitag um den Cut.

Besonders schwierig Spielbahn 9, ein Par 4, bei dem viele Professionals mit einem Bogey glücklich gewesen wären. Der ehemalige EPD-Tour-Sieger Patrick Niederdrenk etwa kassierte dort eine 10, und European-Tour-Spieler Stephan Gross jr. ging es kaum besser, er spielte dort eine 9, notierte letztlich 79 Schläge auf seiner Scorekarte.

Runde 2 des mit 30.000 Euro dotierten Turniers beginnt am Freitag um 8:30 Uhr, die Top 40 überstehen am Ende des Tages den Cut.