Die neue Ausbildungsstruktur ab 2012
Erfolgreich zu lehren, bedeutet immer auch, selbst stets weiter zu lernen. Flexibel zu bleiben und sich neuen Gegebenheiten anzupassen. Die von der PGA of Germany angebotene Ausbildung zum „Fully Qualified PGA Golfprofessional“ gilt unter den internationalen PGAs als eine der besten und umfangreichsten Golflehrer-Ausbildungen in Europa. Seit der letzten umfangreichen Reform 1996 hat die PGA of Germany die dreijährige Berufsausbildung, in deren Verlauf den Azubis alle für die Ausübung ihres Berufs notwendigen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt werden, laufend aktualisiert und immer wieder internationale Maßstäbe gesetzt.
Mit der Saison 2012 tritt eine umfangreiche Reform der Ausbildung in Kraft, die zum einen den Zugang zum Beruf PGA Golfprofessional erleichtert. Zum anderen berücksichtigt sie die Anforderungen eines sich wandelnden Golfmarktes und trägt veränderten europäischen Gesetzen sowie nationalen und internationalen Bildungsstandards
Rechnung.
Der Fokus der Ausbildung liegt unverändert auf der Vermittlung von Kompetenzen in den Bereichen Golfunterricht, Golftechnik und Sportwissenschaft. Auch Kaufmännische Grundlagen, Materialkunde, Regeln, Platzkunde, Wettspielorganisation, Golfgeschichte und Schlägerreparatur gehören zum Lehrplan.
Um die Ausbildung qualitativ und quantitativ weiter zu verbessern, bekommt die Vermittlung sozialer und kommunikativer Kompetenzen mehr Gewicht. Die Grundstruktur der Ausbildung bleibt dabei erhalten: Überbetriebliche Ausbildungsteile, die Seminare, wechseln mit Phasen praktischer Ausbildung, die in der Regel während der betrieblichen Ausbildung im Club stattfindet.
Wesentliche Neuerung der Ausbildungsstruktur ab 2012 ist die Einführung modularer Strukturen. Dies schafft größere Durchlässigkeit für Absolventen anderer Ausbildungen sowie künftig zwei unterschiedliche Qualifikationsbereiche. „Wir wollen“, so Ines Halmburger, Geschäftsführerin der Aus- und Fortbildungs GmbH der PGA of Germany, den Zugang zu unserer Berufsausbildung weniger selektiv gestalten, um auch Quereinsteigern eine Chance zu geben.“ Zugleich soll ein der eigentlichen Ausbildung vorgeschalteter „PreCourse“ das Vorwissen der Auszubildenden verbessern und ein einheitliches Ausgangsniveau garantieren. Zum Vorteil sowohl der Berufsinteressenten als auch der Ausbildungsbetriebe.
Duale Ausbildung mit modularen Strukturen
Die Ausbildung gliedert sich damit in drei Teile: Den dreimonatigen PreCourse, der vor Beginn der eigentlichen Ausbildung stattfindet und abgesehen von wenigen Ausnahmen für alle Bewerber verpflichtend ist. Die eigentliche Ausbildung zum PGA Golfprofessional besteht aus der Modulausbildung I, die jeweils am 1. Februar beginnt, neun Monate dauert und mit der Assistenten-Prüfung* abschließt, sowie der Modulausbildung II, welche nach weiteren zwei Ausbildungsjahren und erfolgreicher Abschlussprüfung zum Status des Fully Qualified PGA Golfprofessionals führt.
Ines Halmburger: „Wir bilden damit zwei Berufsfelder aus: Den Assistenten in einer Golflehrer-Grundstufe als so genannten Game-Introducer, der Einsteiger-Unterricht erteilt. Und natürlich weiterhin den Fully Qualified PGA Golfprofessional.“
*Der neue Status des PGA-Assistenten ab 2012, nach erfolgreichem Abschluss der Modulausbildung I, ist begrifflich ähnlich, aber in keiner Weise vergleichbar mit dem deutlich höher qualifizierten Golflehrer-Assistenten eines früheren Ausbildungs-Modus der PGA of Germany aus der Zeit vor 1996.

