Die offizielle Website der EPD Tour www.epdtour.de

Q&A: 12 Fragen an Steffen Ritschel

Steffen Ritschel

Nachname: Ritschel
Vorname: Steffen
Position: Geschäftsführer
Email: info@thailing.de

„Das sind alles sehr nette und lockere Jungs!

Steffen Ritschel gelang 2010 eine Par-Runde auf seinem Platz, sein bislang bestes Ergebnis. „Ich hatte mit dem letzten Putt sogar die Chance auf eins unter“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter der Golfanlage Gut Thailing. Mit diesem Resultat vor einem Jahr ist er sehr zufrieden, für einen vorderen Platz hätte es bei der Internetworld.de Open 2011 allerdings nicht gereicht für den ehemaligen Fußball- und Squashprofi, der in beiden Sportarten ebenso Bundesliga-Luft geschnuppert hatte wie sein Partner in der Geschäftsführung, Jörg Löhr, ein ehemaliger Handballprofi.

Das Niveau war vor allem am Abschlusstag des Turniers auf der EPD Tour derart hoch, dass sogar der Platzrekord wackelte. Ritschel freut das, denn bei der Premiere - die Satellite-Serie machte erstmals in Steinhöring im Landkreis Ebersberg Station - siegte Daniel Wünsche mit einer starken 65, Platzrekord eingestellt. „Dafür bekommt er bei uns ein Täfelchen“, verspricht Ritschel. Ohnehin waren alle sehr zufrieden mit den Bedingungen und der Organisation. „Das waren vier tolle Tage“, so Ritschel, der vor allem die Teilnehmer lobte: „Das waren alles sehr nette und lockere Jungs, die richtig gutes Golf spielen und diese Tour optimal als Sprungbrett für höhere Aufgaben nutzen können.“

So profitierten von der EPD-Tour-Premiere in Thailing Gäste wie Gastgeber. Während auf der letzten Runde sogar Fans aus Bremen und England die Flights ihrer Schützlinge verfolgten, betonte Ritschel den hohen Wert der Veranstaltung für die Anlage als auch für deren Führung. Ritschel: „Wir verfolgen als ehemalige Bundesligaprofis mit unserer Anlage nicht nur wirtschaftliche Interessen, sondern auch sportliche. Und wie hochklassig der Sport in diesen Tagen bei uns war, davon konnten sich alle Besucher überzeugen.“ tki / Fotos: mat

1. Warum empfangen Sie die EPD Tour?

 

Ich habe früher Fußball und Squash jeweils in Bundesligen gespielt. Mein Partner in der Geschäftsführung, Jörg Löhr, war Handballprofi. Wir denken also nicht nur an Wirtschaftlichkeit, sondern auch an Sportlichkeit. Im Jahr 2010 war ich zu einem ProAm auf einer anderen Anlage eingeladen. Da dachte ich mir, Sport verbinden mit einem ganz tollen Event-ProAm-Turnier und das ganze zu einem guten Zweck, das kann man gut veranstalten und was draus machen. 

 

2. Was sind die Highlights Ihres Platzes?

 

Aus der Sicht eines Amateurs versuchen wir, den Platz möglichst fair zu gestalten, weil der Amateur Freude haben will am Golfsport. Daher schneiden wir das Rough und das Semirough etwas weiter runter, als es die Profis gewohnt sind. Aus der Sicht des Pros haben wir sehr ondulierte Grüns. Die Löcher hinten sind deshalb spannend, weil die Pros nicht immer den Driver auspacken können, weil in den Landezonen Hindernisse warten.   

 

3. Auf Ihrer Anlage lohnt es sich immer…?

 

einen Tag zu verbringen.

 

4. Wer hat den Platz entworfen?

 

Kurt Roßknecht, 1994.

 

5. Welches ist Ihr Lieblingsloch, und warum?

 

Das ist die 13, weil sie einen wunderschönen Blick über den ersten größeren Teich ermöglicht. Ein nettes Par 5, bei dem man genau dosieren und taktisch mit Kopf spielen muss. Dieses Loch gehört zum so genannten "No-Score-Valley".

 

6. Der aktuelle Platzrekord?

 

65 von Markus Storch

 

7. Ihre beste Runde auf dem Platz?

 

Par bei einem Sat1-Turnier in 2010. Ich spiele 25 Jahre Golf, es lief alles perfekt, ich war so aufgeregt bei meinem letzten Berg-ab-Putt auf der 18, als ich die Birdie-Chance für eins unter hatte. Aber mit der Par-Runde war ich sehr zufrieden, und ich weiß nicht, ob ich das jemals in meinem Golferleben noch einmal schaffe.

 

Steffen Ritschel
8. Ihr Tipp für die beste Runde während des EPD-Tour-Turniers?

 

Da Markus Storch damals als Amateur die 65 gespielt hat und beim EPD Turnier richtig gute Jungs dabei sind, tippe ich schon auf sieben oder acht unter.

 

9. Ihr schönstes Erlebnis mit der EPD Tour?

 

Dass ich sehr überrascht war, weil bei dieser Tour durch die Bank sportliche, nette Jungs sind, die alle sehr freundlich sind. Im Amateurbereich lernt man da häufig sehr arrogante Menschen kennen.  Beim Pro Am haben mir die Sponsoren erzählt, dass jeder einen sehr netten Burschen im Flight hatte, der aufgeschlossen und locker war und auch mal wertvolle Tipps geben konnte, egal, ob er der deutschen Sprache mächtig war oder nicht. Das ist einfach für alle ein tolles Erlebnis und lohnt sich, auch wenn es in wirtschaftlich schwierigen Zeiten nicht immer einfach ist, die Sponsoren zu gewinnen, weil jeder sein Geld zurückhält.

 

10. Wo sehen Sie die EPD Tour im Jahr 2015?

 

Die EPD Tour ist ein Sprungbrett, um auf die Challenge Tour und vielleicht an die Weltspitze zu kommen. Bei Martin Kaymer war das ein ganz schneller Satz von der EPD Tour nach ganz oben, der so schnell keinem mehr gelingen wird. Der Vorteil ist aber, dass die Jungs der EPD Tour sehen, dass es möglich ist, wenn man sich reinkniet und man gleichzeitig noch am Boden bleiben kann wie Kaymer.

 

11. Was erwarten Sie sich von der Ausrichtung eines EPD Turniers?

 

Viel positive Stimmen, viel Pressearbeit, die auch uns obliegt. Wir haben das Glück, dass Yevgeni Kafelnikov als Turnierteilnehmer sehr medienwirksam ist. Das alles gilt es dann zu verarbeiten und an die Sponsoren zu streuen.

 

Herzlichen Dank für das Gespräch!