Red Sea Egyptian Classic

Red Sea Egyptian Classic 2016 News

19.1.2016 bis 21.1.2016 (ProAm: 22.1.2016)

Veranstalter:Pro Golf Tour
Veranstaltungsort:Ain Sokhna
Golfclub:Sokhna Golf Club
Platz:
Design:
Turniersieger:Antoine Schwartz (FRA)
Meldeschluss: 14.12.2015
Kontakt zum Turnierbüro
Club-Website: www.sokhnagolfclub.com
Preisgeld:30.000 €
ProAm Teilnehmer Professionals
Souverän spielte sich Karolin Lampert in die 1. Liga Europas. Foto: stebl
Souverän spielte sich Karolin Lampert in die Top-Liga der Damen in Europa. Foto: DGV/stebl

Ladies European Tour 2017

Karolin Lampert holt sich die LET-Karte

Starkes Saisonfinale: Karolin Lampert spielte sich beim Final Qualifying der LET Tour School in Marokko auf Platz 3.

von Sebastian Schmidt - 22. Dezember 2016 11:06

Marrakesch/Marokko − Mit Runden von 68, 70, 73, 67 und 67 Schlägen sicherte sich die Spielerin des Golf Team Germany im Samanah Country Club in Marrakesch auf dem dritten Platz und qualifizierte sich damit souverän für die Ladies European Tour 2017. Insgesamt gab es beim Finale der Q-School 30 LET-Spielberechtigungen für das kommende Jahr.

„Ich bin sehr froh, die fünf Tage gemeistert zu haben und das Turnier als geteilte Dritte zu beenden. Ich habe diese Woche sehr gutes Golf gespielt“, bilanzierte Lampert. Nach ihrer 68er-Runde zum Auftakt lag die Tourspielerin aus Sandhausen über alle fünf Tage unter den Top 20 und sicherte sich mit starken Schlussrunden im Endklassement Platz 3. „Der Start war schon ordentlich, aber insbesondere die beiden bogeyfreien Schlussrunden waren sehr gut. Ich starte jetzt mit viel Selbstvertrauen in die Saison 2017“, so Lampert.

Auch Damen-Bundestrainer Stephan Morales zeigt sich begeistert: „Die Leistung von Karo Lampert ist bemerkenswert. Auch wenn sich in letzter Zeit bei ihr ein Aufwärtstrend gezeigt hat, ist der Druck in der Qualifying School immer immens hoch. In dieser Situation eine solch starke Leistung zu zeigen, ist herausragend und sollte Karo viel Motivation für die kommende Saison geben“, so der PGA Golfprofessional.

Sieben Damen und sieben Herren starten 2017 in Europas erster Liga

Insgesamt haben mit Olivia Cowan, Isi Gabsa, Sandra Gal, Nina Holleder, Ann-Kathrin Lindner, Caroline Masson und Karolin Lampert nun sieben deutsche Spielerinnen eine Spielberechtigung für die Ladies European Tour. Sandra Gal und Caroline Masson starten darüber hinaus auf der amerikanischen LPGA Tour. Auch die deutschen Herren sind 2017 mit einer Mannschaftsstärke von sieben Akteuren auf der European Tour unterwegs: Florian Fritsch, Sebastian Heisele, Martin Kaymer, Maximilian Kieffer, Alexander Knappe, Bernd Ritthammer und Marcel Siem vertreten die deutschen Farben in der Top-Liga Europas. Hinzu kommt Alex Cejka auf der amerikanischen PGA Tour.

„Wir freuen uns, dass Deutschland im kommenden Jahr so stark wie noch nie auch auf den großen Touren in Europa und Amerika vertreten sein wird. Am Beispiel Karo Lampert erkennt man die förderlichen Eigenschaften, die man leben muss: Hingabe, professionelles Arbeiten und nicht zuletzt die Fähigkeit, sogenannte Leistungsplateaus als Herausforderung anzunehmen“, sagt PGA Golfprofessional Marcus Neumann, Vorstand Sport des Deutschen Golf Verbands.

Im letzten Jahr holten sich David Heinzinger und Anton Kirstein den Titel der Deutschen Vierer-Meisterschaft. Foto: golfsupport.nl
Im letzten Jahr holten sich David Heinzinger und Anton Kirstein den Titel der Vierer-DM. Foto: golfsupport.nl

Turniere 2017 der PGA of Germany

Drei Deutsche Meisterschaften fixiert

Die ersten Termine des Turnierkalenders 2017 der PGA of Germany stehen fest: Mit der German PGA Seniors Championship im Märkischen Golfclub Potsdam, der German PGA Team Championship im Golf Resort Bitburger Land und der H&H Golf PGA Teachers Championship im A-ROSA Scharmützelsee sind drei Deutsche Meisterschaften fixiert.

von Matthias Lettenbichler - 2. Dezember 2016 15:18

München − Die Senioren unter den Mitgliedern der PGA of Germany ermitteln den Deutschen Meister vom 29. bis 31. Mai erstmals im Märkischen Golfclub Potsdam, wo sich die Teilnehmer mit dem ebenso anspruchsvollen wie malerischen Fontane Course auseinandersetzen müssen. Titelverteidiger ist der Engländer Andrew MacDonald von der Golfacademy Oberallgäu, der letztes Jahr seine Landsleute John Lovell und Philip Gresswell auf Rang 2 verwies.

Als voller Erfolg stellte sich 2016 die Wiederaufnahme der Deutschen Vierer-Meisterschaft heraus, der German PGA Team Championship. Auch im kommenden Sommer findet das Turnier im Golf Resort Bitburger Land in Wißmannsdorf statt, wo Teilnehmer und Besucher vom 29. Juni (ProAm) bis 2. Juli (Finalrunde) ein fantastisches Golf-Festival erwartet. Die beiden Pro-Golf-Tour-Spieler David Heinzinger und Anton Kirstein konnten 2016 den Sieg für sich verbuchen, setzten sich letztlich nach Klassischem Vierer, Vierer mit Auswahldrive und Vierball-Bestball am sechsten Extra-Loch des Stechens denkbar knapp gegen Finn Fleer und Florian Kolberg durch.

Beim traditionellen Abschluss-Turnier der PGA-Saison, der H&H Golf PGA Teachers Championship, hatten 2016 bei den Herren Christoph Günther und bei den Senioren David Blakeman triumphiert. In diesem Jahr kehrt das Turnier der spielstärksten Golflehrer unter den Mitgliedern der PGA of Germany wieder zurück nach Bad Saarow ins A-ROSA Scharmützelsee, wo es vom 10. bis 12. Oktober um die letzten DM-Titel der Saison 2017 geht.

Pro Golf Tour 2017

Tour-Auftakt in Nordafrika

Die Termine der ersten acht Turniere der Pro Golf Tour 2017 stehen fest: Nach zwei Events im Januar in Ägypten reisen die Spieler weiter ins Königreich Marokko, wo insgesamt sechs Veranstaltungen im Kalender stehen.

von Christian Langer - 25. November 2016 15:18

Ägypten/Marokko − Wie schon in den beiden vergangenen Jahren beginnt die Pro Golf Tour die neue Turniersaison im Sokhna Golf Club in Ägypten. Die Turniere Red Sea Egyptian Classic (17. bis 19. Januar 2017) und Red Sea Ain Sokhna Classic (23. bis 25. Januar 2017) waren für die Spieler dabei stets auch Wegbereiter für den späteren Aufstieg auf die European Challenge Tour. So konnten sich die Professionals, die 2015 und 2016 am Roten Meer Turniersiege feierten, später auch eine Top-5-Position in der Jahres-Endrangliste sichern: Der Niederländer Reinier Saxton, Philipp Mejow aus Berlin, der Franzose Antoine Schwartz und Christopher Mivis aus Belgien erhielten nach Ende der Saison jeweils die volle Spielberechtigung für die Challenge Tour.

In jedem Fall sind die beiden Turniere im traumhaften Sokhna Golf Club weit mehr als eine sportliche Standortbestimmung: Sie sind die Aufstiegs-Basis, dort legen die Teilnehmer den Grundstein für den Verlauf der gesamten weiteren Saison. Kein Wunder also, dass die tageslichtbedingt auf 90 Stück limitierten Startplätze heiß begehrt sind. Der anspruchsvolle Par-72-Platz verlangt den Spielern alles ab, nur die Besten setzen sich durch. Und das vor wunderschöner Kulisse: Seen und Bachläufe durchziehen den Platz, Palmen säumen Ufer und Fairways und das Meer ist am Horizont präsent. Die 27 Spielbahnen des Clubs sind dabei zu zwei völlig individuellen Parcours kombiniert.

Sechs Turniere in Marokko

An die beiden Ägypten-Events schließen die sechs Turniere der Marokko-Serie an. Die Pro Golf Tour und die marokkanische Association du Trophée Hassan II de Golf feiern dabei eine Partnerschaft mit Tradition: Bereits seit 2010 gastiert die Tour im westlichsten Staat des Maghreb. Großartige Golfplätze, Sonnengarantie und die immer wieder atemberaubende Kulisse aus Bergen und Meer schaffen perfekte Voraussetzungen für professionelle Golfturniere.

Die Marokko-Turniere 2017 beginnen am 9. Februar mit der Open The Tony Jacklin 2017 in Casablanca. Der Ire Rory McNamara sicherte sich dort im vergangenen Jahr den Siegerpokal, gleichzeitig war es auch der erste Profi-Titel seiner Karriere. Wenige Tage später, vom 15. bis 17. Februar, findet ebenfalls in Casablanca die Open Casa Green Golf statt. Hier setzte sich 2016 mit dem Franzosen Johann Lopez Lazaro ebenfalls ein Rookie durch. Am 2. März beginnt mit der Open Madaef in El Jadida (2. bis 4. März) der zweite Marokko-Block, zu dem vom 8. bis 10. März auch die Open Royal Golf Anfa Mohammedia gehört. Sieger waren im letzten Jahr der Franzose Stanislas Gautier und Ben Parker aus England.

Teil 3 des Marokko-Programms bilden schließlich die Open Ocean (23. bis 25. März) und die Open Tazegzout (29. bis 31. März), beide in beziehungsweise nahe Agadir. 2016 gab es hier mit Moritz Lampert und Martin Keskari zwei Sieger aus Deutschland.

Alle bereits feststehenden Turniere der Pro Golf Tour 2017 >>>

Mit Platz 2 beim Saisonfinale holte Bernhard Langer erneut den Charles Schwab Cup. Foto: Darren Carroll / Getty Images / langergolf.de
Mit Platz 2 beim Saisonfinale holte Bernhard Langer erneut den Charles Schwab Cup. Foto: Darren Carroll

Charles Schwab Cup

Bernhard Langer mit drittem Gesamtsieg in Folge

Die Golfwelt verneigt sich in diesen Tagen vor Bernhard Langer, der ein phänomenales Turnierjahr beendet hat: Als vierfacher Saisonsieger hat das PGA Ehrenmitglied, das aus dem bayerischen Anhausen nahe Augsburg stammt, zum bereits vierten Mal, davon nun dreimal in Folge, den Charles Schwab Cup gewonnen, die Gesamtwertung der PGA Tour Champions. Die Geldrangliste der Ü50-Spieler konnte er in den neun Jahren seiner Zugehörigkeit zum ebenso exklusiven wie hochdotierten Senioren-Circuit bereits zum achten Mal für sich entscheiden.

von Matthias Lettenbichler - 14. November 2016 14:33

Scottsdale/Arizona/USA – „Sein schlechtestes Ergebnis in diesem Jahr war ein 13. Platz? Ganz ehrlich: Es wäre eine Schande, wenn Bernhard Langer durch den neuen Modus den Charles Schwab Cup nicht gewonnen hätte!“ Größten Respekt vor der Leistung des Tour-Kollegen zollte mit diesen Worten der US-Amerikaner Paul Goydos, der beim Saisonfinale, der Charles Schwab Cup Championship in Scottsdale in Arizona, mit gesamt 15 unter Par (62, 67, 66) den Titel geholt und sich damit gleichzeitig von Position 24 auf Rang 3 der Gesamtwertung verbessert hatte. „Dieser Kerl ist ein Superheld. Man könnte meinen, er sollte eigentlich älter werden. Aber er wird einfach nur immer besser. 2016 war sein bestes Jahr, und er ist 59! Das ist wirklich eine ganz erstaunliche Serie, und mir fehlen die Worte", so Goydos weiter. Er spielt in einer anderen Liga, und er ist vielleicht der einzige, der zu solch einer Leistung überhaupt in der Lage ist.“

Für den so gelobten Bernhard Langer, den unbestrittenen Dominator der Saison 2016, galt es beim letzten Turnier des Jahres vor allem, den Schotten Colin Montgomerie in Schach zu halten. Mit Platz 2 gelang das dem 59-Jährigen auf beeindruckende Weise: Nach Runden von 67, 66 und 64 Schlägen auf dem Platz des Desert Mountain Club, gesamt 13 unter Par, verwies er Montgomerie (65, 66, 68) auf Rang 3 des Turniers und behauptete seinerseits Platz 1 der Gesamtwertung – vor dem letztlich zweitplatzierten Montgomerie.

Durch einen erstmals umgesetzten speziellen Playoff-Modus der PGA Tour Champions hatte vor allem das Abschneiden beim Saisonfinale in diesem Jahr überproportionale Auswirkung auf die Gesamtwertung. Mit seiner starken Vorstellung, die Langer trotz anhaltender Knieprobleme − er konnte die Puttlinien nur unter Schmerzen in der Hocke lesen − sicherte sich der Deutsche nicht nur 250.000 US Dollar Preisgeld für den 2. Platz des Turniers, sondern auch eine Million Dollar Bonus für den Gesamtsieg 2016.

 

"Ich bin überzeugt, dass ich noch besser spielen kann!"

„Ich bin unglaublich zufrieden mit meinen Leistungen in dieser Saison. Ich war nie so beständig. Ich stehe ja für eine gewisse Konstanz in meinem Spiel, aber nicht für diese außergewöhnliche Konstanz. Es ist schon sehr erstaunlich“, so Langer nach dem Erfolg in Scottsdale. „Ich wusste, ich würde heute eine sehr tiefe Runde spielen müssen, um entweder mit Monty gleichzuziehen oder ihn zu schlagen“, so Langer, der mit zwei Zählern Rückstand auf den Schotten in die Finalrunde gestartet war. Am Ende nahm er seinem Kontrahenten an diesem Tag vier Schläge ab. „In der Lage zu sein, 6 unter Par zu spielen, wenn man es muss, das gibt mir schon große Hoffnung auf noch ein paar gute Jahre. Und das gibt eigentlich allen Hoffnung, die in ihren 50ern oder 60ern sind“, so Langer. „Ich bin überzeugt, dass ich noch besser spielen kann. Heute zum Beispiel war ganz leicht eine 60 möglich, denn ich habe einige Fehler gemacht und zumindest vier Schläge unnötig verloren.“

 

Das gesamte Interview mit Bernhard Langer >>>

 

Dass es seit seinem Wechsel auf die Senioren-Tour im Jahr 2007 so prächtig läuft für Langer, hatte er selbst aber auch nicht unbedingt erwartet. „Manchmal muss ich mich selbst zwicken, um das zu glauben“, so das Mitglied der Golf World Hall of Fame. Im Interview im Anschluss an seinen Triumph dankte er seinem „großartigen Team“ mit Trainer Willi Hofmann, seiner Familie, die ihn stets unterstützt, und kündigte voller Selbstvertrauen an, dass er noch einige Erfolge von sich erwartet: „Ich weiß, dass ich in jeder Woche auf jedem Golfplatz gewinnen kann, solange ich mein bestes Golf spiele.“

Und das hat Bernhard Langer weiterhin vor: „Ich suche stets nach Möglichkeiten, mich weiter zu verbessern. Ich weiß, es ist noch Luft nach oben! Ich kann mehr Fairways und Grüns treffen.”

Die Konkurrenz wird sich also auf ein Jahr 2017 einstellen müssen, in dem Bernhard Langer einmal mehr ganz vorne mitspielt − und natürlich den Charles Schwab Cup verteidigen will.

Bernhard Langers Saison 2016

In 21 Turnieren war ein 13. Rang seine schlechteste Platzierung – auf einer Tour, in der Woche für Woche die besten Profigolfer im Seniorenbereich um den Sieg kämpfen. Bernhard Langer gewann allein in diesem Jahr vier Turniere, zwei davon waren Majors.

Darüber hinaus gelangen dem 59-Jährigen vier zweite Plätze und nicht weniger als 18 Top-Ten-Ergebnisse. Er traf mit fast 80 Prozent die meisten Grüns „in regulation“, keiner spielte mehr Birdies und sein durchschnittliches Rundenergebnis von 68,44 Schlägen auf der PGA Tour Champions 2016 blieb unerreicht.

Der Gewinn der Preisgeldrangliste 2016 der PGA Tour Champions, der Charles Schwab Cup Money List, war ihm schon vor den abschließenden drei Play-Off-Turnieren nicht mehr zu nehmen: Mit über drei Millionen erspielten US-Dollar lag er am Ende fast 1,3 Millionen vor seinen Mitbewerbern. Er sicherte sich damit den nach der kürzlich verstorbenen Golfikone Arnold Palmer benannten Award zum achten Mal in neun Jahren.

Caddie Marcus Lindner, Vater Gerd, Bernd Ritthammer und Coach Igor Arendt. Foto: bernd-ritthammer.net
Caddie Marcus Lindner, Vater Gerd, Bernd Ritthammer und Coach Igor Arendt. Foto: bernd-ritthammer.net

Ein gutes Gespann

Die Challenge Tour-Sieger und ihre Trainer

Bernd Ritthammer sicherte sich mit dem Sieg beim NBO Golf Classic Grand Final, dem letzten Turnier der Challenge Tour 2016, sowohl seinen dritten Titel in diesem Jahr als auch Platz 2 der Endrangliste. Alexander Knappe beendete die Saison nach zwei Turniererfolgen auf Platz 3 der Gesamtwertung. Beide erlangen damit die volle Spielberechtigung für die European Tour 2017. Ein Erfolg, der auch auf der Zusammenarbeit mit ihren Coaches beruht, den PGA Golfprofessionals Igor Arendt und André Zill.

von Christian Langer - 7. November 2016 16:11

Muscat/Oman − Eigentlich ging es für Bernd Ritthammer im Oman nicht mehr um viel: Die Tourkarte für das kommende Jahr auf der European Tour hatte sich der Wahlmünchner, am 18. April 1987 in Nürnberg geboren, bereits durch zwei Saisonsiege gesichert. Sowohl die Trophäe der Made in Denmark Challenge als auch der Siegerpokal der Volopa Irish Challenge befanden sich vor Beginn des Abschluss-Turniers der European Challenge Tour 2016 in seinem Besitz. Der 29-Jährige konnte befreit aufspielen, notierte an den ersten drei Tagen starke 67, 64 und 67 Schläge und zog mit zwei Zählern Vorsprung in die Finalrunde ein. Am letzten Tag gefährdete zwar kurzfristig Anders Jens Dantorp den dritten Saisonsieg − der Schwede zog an Bahn 16 gleich −, doch während Ritthammer auf der 18 Par spielte, benötigte Dantorp dort einen Schlag mehr. Die 68.250 Euro Siegprämie bedeuten für Ritthammer Platz 2 der Abschluß-Rangliste und den erneuten Aufstieg auf die European Tour; bereits 2012 hatte er sich in Europas Top-Golfliga gespielt, damals über die Quailfying School 2011. In der Saison 2014 erkämpfte er sich via Rangliste ein eingeschränktes Startrecht für 2015.

Der Erfolg kommt nicht von ungefähr: Bernd Ritthammer trainiert seit 17 Jahren mit PGA Golfprofessional Igor Arendt. Die beiden hatten sich einst über den Bayerischen Golfverband kennengelernt, bei dem Arendt seit 1998 als Landestrainer tätig ist. „Bernd ist mir als Elfjähriger das erste Mal begegnet. Nach einem Jahr haben wir uns dazu entschlossen, die Zusammenarbeit auszubauen“, so Arendt. Eine besondere Vorbereitung auf die Saison 2016 habe es nicht gegeben: „Das Training in dieser Saison unterschied sich im Wesentlichen nicht groß von dem der letzten Jahre. Wir arbeiten schon lange zusammen, die Entwicklung von Bernd ist ein kontinuierlicher Prozess, und wir versuchen, uns nicht von aktuellen Strömungen beeinflussen zu lassen“, so der Coach. Die Stärken seines Schülers sieht er vor allem im präzisen Spiel: „Er war schon immer gut darin, den Ball genau auf die Bahn zu platzieren, was meiner Meinung nach auch wichtiger ist, als ihn besonders weit zu schlagen. Und rund um’s Grün wird er auch von Jahr zu Jahr besser.“ Neben Arendt trägt auch Marcus Lindner, PGA Golfprofessional im Golf Club Dresden Ullersdorf und Erstliga-Coach des Damenteams des GC am Reichswald Nürnberg, zu den guten Leistungen Ritthammers bei: Er begleitet seinen langjährigen Freund seit 2013 bei wichtigen Turnieren regelmäßig als Caddie.

"Erfolg ist das Ergebnis von Entwicklung"

Alexander Knappe, der in diesem Jahr die Swiss Challenge presented by Association Suisse de Golf und die Hainan Open gewonnen und die Saison 2016 hinter Bernd Ritthammer als Dritter der Gesamtwertung abschlossen hat, setzt beim Training auf PGA Golfprofessional André Zill, mit dessen Hilfe ihm ein beachtenswertes Comeback gelang: Als Nummer 5 der Pro Golf Tour Order of Merit 2014 hatte er sich für die European Challenge Tour 2015 qualifiziert. Eine hartnäckige Rückenverletzung warf den Professional aus Paderborn jedoch zurück; er konnte 2015 erst in der zweiten Saisonhälfte ins Turniergeschehen eingreifen und letztlich nur zehn Turniere spielen. „In dieser schweren Zeit haben mich meine Eltern und Freunde unterstützt, ebenso mein Coach André Zill. Er hat nicht nur einen speziell für mich ausgetüftelten Trainingsplan erstellt, sondern ist mir auch mental eine große Stütze“, so Alexander Knappe in einer Golfsport-Kolumne. Zill und Knappe hatten sich 2014 kennengelernt; seitdem arbeitet André Zill als Berater und Coach für den heute 27-jährigen Knappe. Das nächste Ziel des erfolgreichen PGA Duos: „Wir wollen die Kompetenzmerkmale seiner sportlichen Persönlichkeit auf die Anforderungen der European Tour anpassen und erfolgreich weiterentwickeln, sowie ihn auf die Platzstrukturen des kommenden Jahres vorbereiten“, sagt Zill. „Alexander hat schon früh verstanden, dass Erfolg lediglich das Ergebnis von Entwicklung ist. Und diesen Weg wird er auch sicher weiter gehen.“

Gute Chancen in der Final Stage

In der kommenden Saison reisen Alexander Knappe und Bernd Ritthammer auf der European Tour damit schon mal ganz sicher gemeinsam mit vier Landsleuten: Neben Martin Kaymer, Marcel Siem und Maximilian Kieffer spielt auch der Münchner Florian Fritsch in der Saison 2017 auf der European Tour; er sicherte sich das Spielrecht bei nur zwölf Turnierteilnahmen mit Platz 101 des finalen Rankings. Und die Gruppe der Mitglieder der PGA of Germany in Liga 1 könnte noch größer werden: Auch der Schwabe Sebastian Heisele, Moritz Lampert aus Sandhausen, Patrick Kopp aus Olching und der Leipziger Maximilian Laier haben noch eine sehr gute Aufstiegschance auf die European Tour. Heisele und Lampert beendeten ihre Challenge-Tour-Saison auf den Plätzen 28 und 40 der Rangliste und haben damit die Tourkarte für die Challenge Tour 2017 und eine eingeschränkte Spielberechtigung für die European Tour 2017 sicher. Über die Final Stage der Qualifying School, die vom 12. bis 17. November im PGA Catalunya Resort in Spanien stattfindet, werden sie versuchen, das uneingeschränkte Startrecht für die höchste europäische Ebene des Profigolf zu erhalten. Und in dieser Final Stage treffen sie auch auf Patrick Kopp und Maximilian Laier, die Stage 2 erfolgreich absolviert und damit ebenso die Chance auf Liga 1 haben.

 

Challenge Tour Road to Oman 2016

Offizielle Abschlussrangliste der European Challenge Tour; Stand: 7. November 2016

 

Platz

Name

Land

Turnierteilnahmen

Road to
Oman Punkte

1

Jordan L. Smith

England

22

239.985

2

Bernd Ritthammer

Deutschland

20

209.953

3

Alexander Knappe

Deutschland

20

193.500

4

Ryan Fox

Neuseeland

13

160.768

5

Sam Walker

England

15

158.370

6

Matthieu Pavon

Frankreich

20

150.504

7

Alexander Björk

Schweden

20

135.006

8

Dylan Frittelli

Südafrika

18

120.892

9

Romain Langasque

Frankreich

18

118.087

10

Duncan Stewart

Schottland

24

115.764

11

Marcus Armitage

England

23

115.760

12

José-Filipe Lima

Portugal

17

100.108

13

Damien Perrier

Frankreich

26

95.368

14

Pep Angles

Spanien

19

93.268

15

Thomas Detry

Belgien

14

92.852

 

 

 

 

28

Sebastian Heisele

Deutschland

21

66.084

40

Moritz Lampert

Deutschland

22

51.320

Pro Golf Tour 2017

Ägypten: Zwei Turniere als Aufstiegs-Basis

Wie bereits 2015 und 2016 beginnt die Pro Golf Tour die neue Turniersaison im Sokhna Golf Club in Ägypten.

von Christian Langer - 26. Oktober 2016 12:51

Ain Sokhna/Ägypten − Was haben der Niederländer Reinier Saxton, der Berliner Philipp Mejow, der Franzose Antoine Schwartz und der Belgier Christopher Mivis gemeinsam? Zum einen wohl die modische Vorliebe, auf dem Platz eine Golfcap zu tragen. Außerdem aber auch jeweils einen Sieg auf dem traumhaften Platz des Sokhna Golf Club an der Küste des Roten Meeres, die zwischenzeitliche Gesamtführung der Pro Golf Tour Order of Merit sowie am Ende der Saison eine Top-Platzierung in der Pro Golf Tour Rangliste sowie den damit verbundenen Aufstieg auf die European Challenge Tour. Im Januar 2015 siegten Reinier Saxton und Philipp Mejow in Ägypten, am Saisonende belegten sie die Plätze 3 und 1 (Mejow) der Rangliste, 2016 holten sich Schwartz und Mivis die Titel der beiden Auftakt-Turniere und Ende September qualifizierten sie sich als Nummer 1 und 3 (Mivis) für den Aufstieg auf die European Challenge Tour 2017. In jedem Fall sind die beiden Turniere im traumhaften Resort am Roten Meer also weit mehr als eine sportliche Standortbestimmung, sie sind die Aufstiegs-Basis, dort legen die Teilnehmer den Grundstein für den Verlauf der gesamten weiteren Saison.

Kein Wunder also, dass die tageslichtbedingt auf 90 Stück limitierten Startplätze heiß begehrt sind. Der anspruchsvolle Par-72-Platz des Shokna Golf Club verlangt den Spielern alles ab, nur die Besten setzen sich durch. Und das vor wunderschöner Kulisse: Kleine Seen und Bachläufe durchziehen den Platz, Palmen säumen Ufer und Fairways und das nahe Meer schimmert am Horizont.

Turnier-Parcours am Roten Meer

Die Saison 2017 der Pro Golf Tour beginnt am 17. Januar mit der Red Sea Egyptian Classic, am 23. Januar steht der erste Durchgang der Red Sea Ain Sokhna Classic auf dem Programm. Beide Turniere werden über 54 Löcher auf dem Par-72-Parcours des Sokhna Golf Club ausgetragen, dessen 27 Spielbahnen zu zwei völlig unterschiedlichen Turnier-Parcours kombiniert werden. Jedes Event ist mit 30.000 Euro Preisgeld dotiert, der Sieger bekommt 5000 Euro.

Meldeschluss für den Saison-Auftakt 2017 der Pro Golf Tour in Ägypten ist der 14. Dezember 2016.

Nächstes Jahr auf der European Tour: Alexander Knappe bei den Foshan Open. Foto: golfsupport.nl

Challenge Tour

Alexander Knappe, Nummer 1 der Challenge Tour

Der Sauerländer Alexander Knappe spielt so gut wie noch nie: Mit seinem zweiten Platz bei der Foshan Open in China sicherte sich Knappe die Führung der Challenge Tour Rangliste, fünf Plätze vor Bernd Ritthammer. Im nächsten Jahr spielen sechs deutsche Professionals der PGA of Germany auf der European Tour, aber auch Caro Masson und Simon Brown glänzen.

von Christian Langer - 24. Oktober 2016 16:24

Shishan Town/China − „Alexander the Great“, so bezeichnet die European Challenge Tour ihren aktuellen Ranglistenführer. Zurecht, denn genau wie der makedonische Feldherr feierte auch Knappe große Erfolge, wenn auch zugebenermaßen auf anderer Ebene. Der 27-Jährige konnte mit Siegen bei der Swiss Challenge presented by Association Suisse de Golf und den Hainan Open in China seine ersten beiden Siege auf der Tour feiern. Zudem stehen auch ein geteilter dritter und zwei geteilte zweite Plätze 2016 in seiner Vita, einer davon erst seit Sonntag.

Bei den Foshan Open musste sich der Nordrhein-Westfale mit einem Gesamtergebnis von 18 unter Par knapp dem Engländer Marcus Armitage geschlagen geben, der sich mit einem Schlag Vorsprung den Titel sicherte.

Nichtsdestotrotz erhielt Knappe 40.687 Euro Preisgeld und liegt nun mit insgesamt 172.375 Punkten auf Platz 1 der Challenge Tour Road to Oman. Auf Rang 6 liegt sein Landsmann Bernd Ritthammer aus Nürnberg. Der Franke erzielte in der bisherigen Saison 119.192 Punkte, ebenso wie Knappe mit zwei Turniersiegen.

Zwar sind noch zwei Events zu spielen, den Beiden ist die volle Spielberechtigung für die European Challenge Tour 2017 jedoch nicht mehr zu nehmen. Sie spielen im nächsten Jahr zusammen mit Martin Kaymer, Marcel Siem und Max Kieffer auf der höchsten Ebene des europäischen Profigolf.

Und noch ein weiterer Deutscher hat auf den letzten Metern noch den Sprung auf die Tour geschafft: Florian Fritsch aus München. Der 30-Jährige konnte sich mit Platz 44 bei den Portugal Masters, dem letzten Turnier, das für die Qualifikation gerechnet wird, das Ticket für 2017 sichern. Der ehemalige Pro Golf Tour Sieger hatte mit einem 120. Rang 2015 die volle Spielberechtigung verloren, in diesem Jahr reichte es trotzdem für Platz 101.

Knappe und Ritthammer steigen auf, Fritsch sichert sich ebenfalls die Tourkarte, Caro Masson sichert sich einen großartigen vierten Platz auf der LPGA Tour und Simon Brown erreicht in Italien ein weiteres Top-10 Ergebnis auf der European Senior Tour. Was für ein großartiges Wochenende!

Nun hat er das Aufstiegs-Ticket zur European Tour 2017 sicher: Alexander Knappe. Foto: golfsupport.nl
Nun hat er das Aufstiegs-Ticket zur European Tour 2017 sicher: Alexander Knappe. Foto: golfsupport.nl

Hainan Open

Zweiter Challenge-Tour-Sieg für Alexander Knappe

PGA Golfprofessional Alexander Knappe hat seinen zweiten Saisonsieg auf der European Challenge Tour perfekt gemacht: Mit gesamt 9 unter Par und Scores von 68 und 67 Schlägen setzte er sich bei der auf zwei Runden verkürzten Hainan Open in China durch.

von Matthias Lettenbichler - 16. Oktober 2016 17:17

Donghai Bay/Sanya/Hainan Island/China − Das Turnier auf der Insel Hainan in China musste wegen heftiger Regenfälle und zahlreicher dadurch bedingter Unterbrechungen letztlich auf 36 Löcher verkürzt werden. Am Ende lag der PGA Golfprofessional aus Brilon zwei Schläge vor dem Spanier Pep Angles. 75 Prozent des Preisgelds gab's dennoch, und mit dem Plus von 37.483 Euro belegt der Deutsche, der in diesem Jahr bereits die Swiss Challenge gewonnen hat, nun Platz 3 des Challenge Tour-Rankings 2016. Damit hat er sein Ticket für die European Tour 2017 sicher gelöst.

Ausführlicher Bericht folgt.

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