Erneuter Triumph für Haremza/Günther & Feminis/Lindup
Lange Zeit sah es bei der 6. VGD Golf-Team Championship Germany nach einer kleinen Sensation aus. Tobias Schwartzer und Benjamin Ludwig spielten am Finaltag des Turniers im GC Düsseldorf-Grafenberg im abschließenden Vierball-Bestball-Wettbewerb eine spektakuläre 58er Runde und überholten damit fast das gesamte Feld. Nur fast allerdings – die Seriensieger Christoph Günther und Marcel Haremza fingen sie nicht mehr ab. Die stellten ihrerseits mit einer 62er Runde auf 13 unter Par (68, 67, 62) und feierten damit ihren dritten Triumph nach 2006 und 2007. Bei den Senioren verteidigten Anthony Feminis und Charles Lindup souverän ihren Titel, gewannen mit acht Schlägen Vorsprung.
VGD Golf-Team Championship Germany
Von Matthias Lettenbichler & Inga Baum (Fotos)
Düsseldorf – Es war fast schon ein bisschen unheimlich, was für ein grandioses Birdie-Feuerwerk Tobias Schwartzer und Benjamin Ludwig da am Sonntagnachmittag auf den vom Dauerregen völlig durchweichten Spielbahnen des GC Düsseldorf-Grafenberg zündeten. Nicht weniger als zwölf Birdies standen für das Duo, das im Vorfeld nicht zu den Top-Favoriten zählte, nach 18 Löchern auf der Scorekarte. Eine 58er Runde auf dem Par-70-Platz an der Rennbahnstraße! Auch im Vierball-Bestball eine phantastische Leistung. Jedoch: Nach 73 und 67 Schlägen im Klassischen Vierer und im Vierer mit Auswahl-Drive am Freitag und Samstag, reichte auch die finale Galavorstellung nicht aus, um das Erfolgs-Duo Christoph Günther/Marcel Haremza aus seinem „Wohnzimmer“ zu vertreiben. 2006 und 2007 hatten die beiden Freunde den Titel in Düsseldorf-Grafenberg bereits gewonnen, auch 2008 waren sie beste Professionals; da mussten sie nur den damals noch als Amateure aktiven Florian Fritsch und Maximilian Glauert den Vortritt lassen. 2009 trat Christoph Günther wegen Verpflichtungen auf der Challenge Tour nicht an – gemeinsam dürfen die beiden Freunde aus Bayern also mit Fug und Recht behaupten, seit 2006 bei der offiziellen Deutschen Vierer-Meisterschaft der PGA Golfprofessionals nicht mehr geschlagen worden zu sein.
Konstanz, Nervenstärke und eine gewisse Wetterfestigkeit waren diesmal ausschlaggebend für den Erfolg. Das „Wohnzimmer“ und die VGD Golf-Team Championship, die für die Professionals der PGA of Germany in den letzten Jahren zu einem der beliebtesten Turniere avancierte, präsentierten sich 2010 als ungemütliche Wetterküche. Sintflutartiger Regen ergoss sich am Freitag auf die Fairways innerhalb und außerhalb des Rennbahn-Geläufs, setzte Grüns unter Wasser und verwandelte Bunker in Tümpel. „Nichts geht mehr“, entschied Turnierdirektor Simon Bowler zwei Stunden nach Beginn der ersten Runde und schickte die Aktiven erst einmal für viereinhalb Stunden auf Warteschleife ins Clubhaus. Abwarten und Tee trinken. Ob der wenig Besserung versprechenden Wetterprognose zog Bowler den Cut fürs Feld der Herren 18 Löcher vor – nur die besten 30 Teams sollten die Runden 2 und 3 spielen dürfen. Eine von der Turnierleitung intensiv diskutierte, wie sich im Laufe des Turniers aber herausstellen sollte, richtige Entscheidung. Denn auch am Samstag musste der Wettbewerb wieder für mehrere Stunden unterbrochen werden, diesmal wegen eines heftigen Gewitters. Aufgrund des derart durcheinander gewürfelten Zeitplans beendeten die Spieler eine erneut nasse und von Sturmböen gebeutelte zweite Runde erst am Sonntagvormittag. Und nur dem vorgezogenen Cut war es letztlich zu verdanken, dass überhaupt alle drei Runden dieser Deutschen Vierer-Meisterschaft bis zum frühen Sonntagabend abgewickelt werden konnten.
„Vom Wetter her war es diesmal wirklich kein besonderes Vergnügen da draußen. Wir sind beide auch nicht in Topform, aber zusammen hat es dann doch Spaß gemacht – dieser Wettbewerb liegt uns einfach, da kann uns wirklich so schnell niemand schlagen“, so Christoph Günther. Das Geheimnis des Erfolgs? „Wir verstehen uns blind. Wir machen keinen Schlag alleine, besprechen vorher jede Aktion. Wenn der eine schlägt, ist der andere der Caddy – und umgekehrt. Und natürlich ergänzt sich unser Spiel gut“, so Günther weiter.
Auf diese Weise verkrafteten sie sogar zwei heftige Sockets, die in der ersten Runde drei, vier Schläge kosteten, und blieben auch ruhig, als Tobias Schwartzer und Benjamin Ludwig am Finaltag einige Flights vor ihnen Birdies in Serie spielten: „Wir sind über die 12 unter Par von Schwartzer/Ludwig informiert worden, haben aber geduldig auf unsere Chance zum Sieg-Birdie gewartet.“ Die kam dann an Bahn 18 – allerdings in Form eines kniffligen 6-Meter-Putts von Haremza, den der nervenstark zum Turniersieg einlochte. „Wir hatten eigentlich geglaubt, unsere schärfsten Konkurrenten im eigenen Flight zu haben. Das war wirklich eine tolle Leistung von Tobias Schwartzer und Benjamin Ludwig, und für sie ist es sehr schade, dass es nicht zumindest fürs Stechen gereicht hat“, so Haremza. Die Finalrunde hatten die Turniersieger mit Florian Fritsch und Arwed Fischer gespielt, die schließlich mit gesamt 11 unter Par Platz 3 erreichten (69, 66, 64). Vierte wurden Max Kramer und Tino Schuster (72, 65, 64).
„Teuflische Wetterbedingungen“
„Als wir 9 und später dann 10 unter Par lagen, haben wir erstmals daran gedacht, hier sogar gewinnen zu können. Das war eine perfekte Runde. Wir wären natürlich sehr gerne ins Stechen gekommen, aber Marcel und Christoph waren eben diesen einen Putt besser als wir. Bei einer solchen Traumrunde darf man aber den vergebenen Chancen nicht nachtrauern. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht, hier zu spielen“, zeigten sich Tobias Schwartzer und Benjamin Ludwig am Ende der 6. VGD Golf-Team Championship Germany hochzufrieden mit Platz 2.
Glücklich waren auch Anthony Feminis und Charles Lindup: Die Titelverteidiger der Senioren-Konkurrenz feierten mit Runden von 71, 74 und 66 Schlägen einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg und verwiesen mit 1 über Par die Teams Ludger und Edger Theeuwen und Torsten Giedeon/Keith Vince auf den mit 9 über Par geteilten 2. Platz. Rang vier ging hier an Peter Ridley und Simon Parker.
„Es waren teuflische Wetterbedingungen. So etwas habe ich in Düsseldorf noch nicht erlebt. Ein Riesenkompliment an das Greenkeeper-Team des GC Düsseldorf-Grafenberg, und natürlich an die Spieler, die das Beste daraus gemacht und phantastische Leistungen gezeigt haben“, so Andrew Clark, Vorstands-Mitglied der PGA of Germany, bei der Siegerehrung.
Erneuter Triumph für Haremza/Günther & Feminis/Lindup
Düsseldorf (mat) – Marcel Haramza und Christoph Günther bei den Herren sowie Tony Feminis und Charles Lindup bei den Senioren (Foto unten) bleiben als Teams eine Macht! Bei der 6. VGD Golf-Team Championship Germany in Düsseldorf verteidigte das Duo Feminis/Lindup souverän seinen Titel, siegte mit acht Schlägen Vorsprung. Marcel Haremza und Christoph Günther holten sich nach 2006 und 2007 zum insgesamt dritten Mal die Siegertrophäe der Herren-Konkurrenz.
Auch 2008 hatten Haremza/Günther die Wertung der Professionals gewonnen, der Turniersieg ging damals aber an die damaligen Amateure Maximilian Glauert und Florian Fritsch. Bei der 6. Auflage des Turnier auf der Anlage des GC Düsseldorf-Grafenberg hatten die Seriensieger nach Runden von 68, 67 und 62 Schlägen auf dem Par-70-Parcours mit gesamt 13 unter Par einen Schlag Vorsprung vor Tobias Schwartzer und Benjamin Ludwig. Diesen war am Finaltag im Vierball-Bestball eine sensationelle 58er Runde gelungen. Rang 3 ging an Florian Fritsch und Arwed Fischer (-11).
Weiter Regen in Düsseldorf: Gögeles mit 66er Runde
Düsseldorf (mat) – Die 6. VGD Golf-Team Championship Germany bleibt weiterhin von Regen und Unwettern bestimmt. Auch am Samstag musste das Turnier wieder unterbrochen werden – Runde 2 kann daher erst am Sonntag fertig gespielt werden. Ins Clubhaus schafften es Nicole und Thomas Gögele (Foto), die sich am zweiten Turniertag mit einer 66er Runde stark verbesserten. Den Cut (+5) hatten sie nach dem ersten Durchgang gerade so überstanden.
Läuft ab sofort alles nach Plan, soll die Finalrunde der offiziellen Deutschen Vierermeisterschaft am Sonntagnachmittag ausgespielt werden. Doch auch für den morgigen Tag sind wieder heftige Schauer und Gewitter angekündigt.
Dauerregen in Düsseldorf: Cut schon nach der 1. Runde
Düsseldorf (mat) – Von einer viereinhalbstündigen Regenunterbrechung war der erste Tag der 6. VGD Golf-Team Championship Germany am Freitag beeinträchtigt. Um 10:30 Uhr musste Turnierdirektor Simon Bowler die erste Runde der offiziellen Deutschen Vierer-Meisterschaft abbrechen, Wasser stand auf den Grüns, zahlreiche Bunker waren vollgelaufen. Erst um 15 Uhr war der Platz wieder bespielbar.
Die Professionals haben das Spiel inzwischen wieder aufgenommen, es ist kalt und windig geworden, und die Wetterbedingungen machen gute Scores sehr schwierig. Die Zeitverzögerung zwang die Turnierleitung auch dazu, den nach 36 Löchern bei den Herren vorgesehenen Cut vorzuziehen: Nun dürfen bereits nach 18 Löchern nur noch die 30 besten Teams weiterspielen. Diese sollen dann am Samstag die zweite Runde spielen, das Finale der Herren und Senioren findet wie vorgesehen am Sonntag statt. Runde 1 wird erst am Samstag beendet werden.
Major-Sieger-Coach startet in Düsseldorf
Die 6. VGD Golf-Team Championship Germany, die offizielle Deutsche Vierer-Meisterschaft, lockt vom 27. bis 29. August die besten deutschen Golf-Teams auf die Anlage des GC Düsseldorf-Grafenberg. Neben zahlreichen Playing Professionals der PGA of Germany, darunter auch die amtierenden PGA Champions Nicole Gögele und Sebastian Buhl, starten diesmal auch viele Top-Teacher der PGA of Germany. So bilden beispielsweise Günter Kessler, Trainer von Major-Sieger Martin Kaymer, und Frank Adamowicz, in diesem Jahr zum 7. Mal in Folge Mannschaftsmeister-Coach des GC St. Leon-Rot, ein spielstarkes Duo im Feld der Senioren.
Düsseldorf – Der Team-Wettbewerb in Düsseldorf-Grafenberg ist so beliebt, dass regelmäßig auch zahlreiche Challenge-Tour-Spieler am Start sind, ja sogar European-Tour-Spieler wie Marcel Siem oder Costantino Rocca aus Italien, ehemaliges Mitglied des europäischen Ryder-Cup- Teams, gingen an der Rennbahnstraße schon an den Abschlag.
Im letzten Jahr setzten sich Sebastian Buhl und Richard Porter bei den Herren sowie Tony Feminis und Charles Lindup bei den Senioren durch (Foto oben). Alle vier sind auch 2010 wieder mit dabei – Buhl und Porter allerdings mit jeweils neuem Partner: PGA Champion Sebastian Buhl entschied sich erst in letzter Minute gegen einen Start auf der Challenge Tour und für das Turnier in Düsseldorf, spielt nun in diesem Jahr mit dem Düsseldorfer Christian Reimbold zusammen. Richard Porter hat mit Juan Peters gemeldet.
Wie stark das Teilnehmerfeld bei dieser 6. VGD Golf-Team Championship im GC Düsseldorf-Grafenberg ist, geht aus der Starterliste hervor. Von den bisherigen acht nationalen Saison-Siegern der EPD Tour sind mit Zweifach-Sieger Daniel Wünsche (Teampartner Fabian Becker), Daniel Froreich und Partner Felix Eibl, mit Marcel Haremza (Partner Christoph Günther), Florian Fritsch (Arwed Fischer), dem Zweifach-Sieger Max Kramer (Tino Schuster) und Dennis Küpper (Max Glauert) nicht weniger als sieben Turniersieger am Start.
Und von den ersten 14 der EPD Tour Order of Merit sind sieben deutsche Pros in Grafenberg dabei. Und auch die acht bestplatzierten Spieler der HDI-Gerling German PGA Championship 2010 spielen in Düsseldorf-Grafenberg um das Sieger-Preisgeld von 9000 Euro: PGA Champion Sebastian Buhl, Dennis Küpper, Richard Porter, Max Glauert (alle gemeinsam auf Platz 2), Daniel Wünsche, Simon Brown (beide Platz 5) sowie Benjamin Miarka und Jochen Lupprian (beide Platz 7) haben gemeldet.
Zu den Top-Titelanwärtern gehören neben Buhl/Reimbold und Haremza/Günther auch Dennis Küpper und Max Glauert aus Düsseldorf, ebenso Max Kramer und Tino Schuster sowie Paul Archbold/Simon Brown. Gespannt dürfen die Zuschauer auf das Abschneiden von Wolfgang Huget/Peter Martin sein, oder auch auf die Vorstellung von Nicole und Thomas Gögele.
Das Turnier beginnt am Freitag mit dem „Klassischen Vierer“, dem wohl schwersten Modus in einem Team-Event. Am Samstag steht der „Vierer mit Auswahldrive“ auf dem Programm, beim „Vierball-Bestball“ fällt dann am Sonntag die Entscheidung. Der Eintritt zum Turnier ist an allen Tagen frei, Zuschauer sind herzlich willkommen. cpd/mat
Mit dem Gesamtpreisgeld von rund 60.000 Euro ist die VGD Golf-Team Championship Germany 2010 das zweithöchst dotierte Turnier der PGA of Germany. Titelsponsor VGD ist eine Gruppe von international tätigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, die europaweit die klassischen Leistungen von Wirtschaftsprüfung über Steuerberatung bis Buchhaltungstätigkeiten anbietet. In Deutschland wird die Gruppe durch die Karl Berg GmbH, Düsseldorf, vertreten.

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