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Maximilian Glauert und Steffi Kirchmayr, Deutsche Meister 2014. Foto: Stefan Heigl

HDI-Gerling German PGA Championship:

Glauert und Kirchmayr gewinnen Deutsche Meisterschaft

Am dritten Extra-Loch des Stechens gegen Marcel Schneider hat sich der Düsseldorfer Maximilian Glauert zum zweiten Mal nach 2011 den Titel des Deutschen Meisters gesichert. Der Titel im Wettbewerb der Damen geht zum zweiten Mal in Folge an die Ladies-European-Tour-Spielerin Steffi Kirchmayr. Vizemeisterin wurde Jacqueline Dittrich vom GC Düren.

von Matthias Lettenbichler - 7. August 2014 14:28

Gleidingen/Hannover − Das 17. Loch, ein malerisches Par 3 mit Inselgrün, sorgte in diesem Jahr gleich zweimal für die Entscheidung der Deutschen Meisterschaft der PGA Golfprofessionals. Zunächst versenkte Jacqueline Dittrich ihren Ball im dritten Durchgang im Wasser und hatte damit keine Chance mehr, Titelverteidigerin Steffi Kirchmayr noch in Bedrängnis zu bringen. Die holte sich mit Par nach Runden von 71, 73 und 72 Schlägen zum zweiten Mal in Folge den Titel und durfte wie schon 2013 den Siegerpokal und 1800 Euro Preisgeld entgegennehmen. Wenig später fiel an diesem Loch auch die Entscheidung der Konkurrenz der Herren, als Marcel Schneider seinen Ball verzog und nur ins Wasser traf ‒ das Aus für den Spieler des Golf Team Germany am dritten Loch des Play-off gegen Maximilian Glauert. Der hatte die drei Runden der Deutschen Meisterschaft, die an den ersten beiden Tagen unter heftigen Gewittern und sintflutartigen Regenfällen litt, mit jeweils 67 Schlägen absolviert und lag damit nach 54 Löchern ebenso 15 unter Par wie Schneider (65, 68, 68). Dritter im Turnier der Herren wurde Christoph Günther aus Oberammergau mit 13 unter Par (68, 67, 68).

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Champion Maximilian Glauert zeigte sich begeistert vom zweiten Titelgewinn bei dieser DM: "Dieser Sieg fühlt sich sehr gut an. Ich hatte heute unheimlich viel Spaß auf dem tollen Golfplatz hier in Gleidingen, den ich sehr gerne mag, auch weil er vom Wind lebt. Marcel hat nicht locker gelassen, aber speziell im Play-off hatte ich immer das Gefühl, die Situation im Griff zu haben." In der Tat gelangen dem 28-Jährigen auf den entscheidenden Löchern die solideren Schläge. Sichere Drives ermöglichten ihm ebensolche Schläge ins Grün, und Marcel Schneider musste vor allem an Bahn 18, einem 354 Meter langen Par 4, dreimal in Folge sein ganzes Können aufbieten, um im Wettbewerb zu bleiben. Mit sensationellen Putts und einem exzellenten Chip zog er im Stechen zweimal mit Glauert gleich und befreite sich aus kniffligen Lagen. Als Turnierdirektor Andrew Duck aber zum dritten Extra-Loch auf den 17. Abschlag bat, verzog Schneider seinen Schlag, spielte den Ball ins Wasser und war erneut geschlagen in Gleidingen; bereits 2013 hatte er sich mit Platz 2 begnügen müssen, damals siegte Florian Fritsch. "Mit dem Titel des Vizemeisters und meinem Score von 15 unter Par nach drei Runden bin ich eigentlich ganz zufrieden. An der 17 wollte ich den Ball mit einem Draw ins Grün spielen, er ist aber schon links gestartet und ich habe ihn ins Wasser gepullt", so Schneider. Für den 2. Platz erhielt der 24-Jährige immerhin noch 6500 Euro Preisgeld. Die Siegerbörse für Maximilian Glauert: 10.000 Euro.





"Jacqueline hat viel Druck gemacht!"

Bei den Damen hatte Ladies-European-Tour-Spielerin Steffi Kirchmayr in diesem Jahr wesentlich mehr Mühe als noch 2013, sich die Siegertrophäe zu sichern. "Das lag zum einen daran, dass ich selbst nicht sehr gut gespielt und vor allem die ganze Woche über schlecht geputtet habe", so die Siegerin. "Vor allem aber hat Jacqueline in diesem Jahr deutlich besser gespielt und viel Druck gemacht." 2013 hatte Kirchmayr das Turnier mit 14 Schlägen Vorsprung vor Dittrich gewonnen, diesmal waren es nur drei. Lange Zeit lag die Golflehrerin des GC Düren sogar nur zwei Schläge hinter Steffi Kirchmayr, durch den Fehlschlag am malerischen 17. Loch war die DM der Damen dann aber vorzeitig entschieden. Dittrich spielte in diesem Jahr Runden von 71, 75 und 73 Schlägen, gesamt 3 über Par.



Ein gelungenes Turnier, ein spannendes Finale und zwei würdige Champions gab es bei dieser Deutschen Meisterschaft der PGA Golfprofessionals. Und dennoch geht mit der PGA Championship 2014 eine Ära zu Ende: Der langjährige Titelsponsor HDI-Gerling "zieht sich leider zurück", so Stefan Quirmbach, der Präsident der PGA of Germany. "Wir bedauern sehr, dass diese langjährige und für beide Seiten erfolgreiche Verbindung nicht fortgeführt werden kann. Gleichzeitig bin ich mir sicher, dass wir einen adäquaten Nachfolger für das Titelsponsoring dieser Deutschen Meisterschaft finden werden." Die German PGA Championship werde es in jedem Fall auch im nächsten Jahr wieder geben. Quirmbach: "Dieses Turnier bleibt das wichtigste Turnier in unserem Jahreskalender."

Klicken Sie hier für das Interview mit Stefan Quirmbach nach dem Turnier:

 

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