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DAS GRADUIERUNGSSYSTEM

G4 bis Master Pro: Das PGA-Graduierungssystem

München – Es ist ein effektiver Gradmesser des Wissensstands eines einzelnen PGA Professionals und dessen Engagements in Sachen beruflicher Fortbildung: Das Graduierungssystem, an dem die Mitglieder der PGA of Germany seit der Saison 2000 auf freiwilliger Basis teilnehmen können, zeigt auch nach außen hin, wie regelmäßig ein Golflehrer an Seminaren und Kursen teilnimmt und sich damit auf dem Stand aktuellen Know-hows modernen Golfunterrichts hält. Gehört jedes Mitglied der PGA of Germany nach erfolgreicher Abschluss-Prüfung zum Diplom-Golflehrer automatisch der Graduierungsstufe G4 an, so kann es sich durch die Teilnahme an Seminaren über die Stufen G3 und G2 bis zum G1-Professional der PGA of Germany und schließlich sogar bis zum Master-Professional der PGA of Germany weiterentwickeln. Fünf Jahre nach der Einführung des Graduierungssystems hat der Verband nun dessen Reform beschlossen.

Während beim bisherigen Schema nur die vergangen drei Jahre zur Bewertung herangezogen wurden, werden die Punkte ab 2006 kontinuierlich, das heißt über die gesamte Dauer der Mitgliedschaft des Professionals bei der PGA of Germany addiert. Allerdings werden auch jedes Jahr automatisch 20 Punkte vom Punktekonto abgezogen. Damit kann nur der seine Graduierungsstufe auf Dauer halten, der weiterhin aktiv und engagiert in seinem Beruf tätig ist. Damit Berufsanfänger sich zunächst ein Punktekonto erarbeiten können, greift eine dreijährige Schonfrist. Heißt: In den ersten drei Jahren nach Bestehen der Prüfung werden keine Punkte abgezogen. PGA-Mitglieder, die sich in der Verbandsarbeit engagieren, sind vom jährlichen Punktabzug freigestellt. Dies betrifft den Vorstand, die Vorsitzenden der einzelnen PGA-Landesverbände sowie die Mitglieder der Ausschüsse und des Coach-Teams.

„Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass die Grundstruktur des Systems überdacht und vereinfacht werden muss“, so Ines Halmburger, Geschäftsführerin in der Aus- und Fortbildungs GmbH der PGA of Germany. So wird künftig nur noch die Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen und Seminaren bewertet; Dinge wie etwa der Betrieb einer Driving Range oder der eines ProShops zählen nicht mehr. Außerdem werden pro Jahr der Mitgliedschaft in der PGA of Germany fünf Punkte gutgeschrieben. Die Teilnahme an einem Fortbildungsseminar bringt zehn Punkte pro Seminartag. Ausbilderseminare werden mit 15 Punkten pro Tag etwas höher bewertet. Maximal können pro Seminar 40 Punkte (45 Punkte beim Ausbilderseminar) gesammelt werden. Anerkannt sind neben den Fortbildungen der Aus- und Fortbildungs GmbH der PGA of Germany die Seminare aller anerkannten PGAs, die Seminare des Deutschen Golf Verbands, die Kurse der Deula und des GMVD sowie die Fortbildungen der einzelnen PGA-Landesverbände, letztere jedoch mit maximal zehn Punkten pro Jahr. Stichtag für die Bewertung ist jeweils der 31. Dezember eines Jahres.

Nach dem neuen System wird künftig G3-Professional sein, wer 100 Punkte im Graduierungssystem erreicht hat. Ein G2-Professional hat mindestens 200 Punkte gesammelt, ein G1-Professional 300 Punkte. Wer eine Masterarbeit schreiben möchten, muss seit mindestens zehn Jahren Mitglied der PGA of Germany sein und 360 Punkte auf seinem Konto haben. Außerdem gelten folgende Sonderregelungen: Alle PGA Professionals, die seit 25 Jahren Mitglied der PGA of Germany sind, erhalten mindestens den Status G3, PGA Professionals, die dem Verband seit zumindest 40 Jahren angehören, werden zumindest im Status G2 geführt. Die Präsidenten und Ehrenpräsidenten der PGA of Germany erhalten den Status G1. „Das neue Graduierungssystem entspricht nun den Bewertungsverfahren anderer Berufs- und Fachverbände. Es ermöglicht eine einheitliche Bewertung und dokumentiert zusammen mit den PGA-Zusatzzertifikaten den aktuellen Stand der Aus- und Fortbildung jedes Mitglieds. Damit ist das Graduierungssystem ein wichtiges Instrument für das Eigenmarketing des Golfprofessionals“, so Ines Halmburger. „Es ersetzt jedoch nicht die Darstellung der individuellen Fertigkeiten und Fähigkeiten und der beruflichen Erfahrung. Diese sehr individuellen Faktoren können nicht in einem vereinheitlichten System erfasst werden, da die Bewertungsmaßstäbe hierfür zu unterschiedlich und zu subjektiv ausfallen würden.“



Peter Koenig (links) und Christoph Kilian (rechts) wurden 2002 von PGA-Vizepräsident Guido Tillmanns (Mitte) in den Rang eines Master-Professionals erhoben. Sie hatten damit als erste Mitglieder der PGA of Germany die höchste Stufe des Graduierungssystems erreicht.

 

Eingereichte und angenommene Master-Arbeiten von Professionals der PGA of Germany (Stand: 4/2009)







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