| PRESSEMELDUNG 15 / 2006 | ||||||||||||||||||||||||||||
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22.06.2006 Velburg-Unterwiesenacker- Sensation auf der EPD Tour und für das deutsche Professional Golf: Martin Kaymer, Mitglied des GOLF TEAM GERMANY, gelang am zweiten Tag der Habsberg Classic, dem 10. Turniers der EPD Tour Saison 2006, eine 59er Fabel-Runde. Der 21-Jährige aus Mettmann spielte auf dem Par 72-Platz des GC Am Habsberg zwölf Birdies und einen Eagle und verzeichnete damit trotz eines Bogeys an Bahn 2 das bis dato niedrigste Ergebnis eines deutschen Golf Professionals bei einem offiziellen Turnier. Die 59er Runde ist auch das niedrigste Ergebnis, das je auf der EPD Tour erzielt wurde. Er benötigte 31 Schläge für die ersten neun Löcher, den Weg zurück zum Clubhaus erledigte er mit 28 Schlägen. Damit trug er sich nicht nur in die Annalen des deutschen Golfsports ein, sondern hat auch seinen Platz in den internationalen Geschichtsbüchern sicher: Die Spieler, die zuvor in einem offiziellen Tour-Turnier mit 59 Schlägen vom Platz gingen, lassen sich noch immer an zwei Händen abzählen (siehe Seite 3). Nur ein einziger Professionals schaffte bisher überhaupt eine 58er Runde, der Japaner Shigeki Maruyama hatte sich mit diesem Score für die US Open des Jahres 2000 qualifiziert. Bisherige deutsche Rekordhalter mit je einer phantastischen 60er Runde: Golf-Legende Bernhard Langer und Martin Kaymers GOLF TEAM GERMANY-Kollege Tobias Dier. "Unglaublich, das war wirklich eine Super-Runde! Ich habe das noch gar nicht so richtig realisiert", sagte Martin Kaymer eine knappe Stunde nach seinem historischen Birdie-Putt an Bahn 18 des Golf Club Am Habsberg, mit dem er die 59er Runde zementiert hatte. "Ich habe jetzt so viele Anrufe und SMS bekommen mit Glückwünschen, ich weiß noch gar nicht, was da eigentlich passiert ist." Passiert war am Nachmittag des 21. Juni 2006 die fast perfekte Golfrunde, denn so unglaublich es klingt: bei dieser 59 war noch viel Luft! Drei Schläge, um genau zu sein. Nach einem verhaltenen Par zum Auftakt leistete sich Kaymer an Bahn 2 noch ein Bogey, erst danach ging so richtig die Post ab: Birdies an den Bahnen 3, 4, 5 und 6, 8 und 9 ließen ihn bereits ahnen, dass das ein ganz besonders schöner Tag werden könnte. "Ich hatte mir in der Proberunde schon gedacht, dass es kein allzu schwerer Platz ist, mit sehr guten und treuen Grüns, und dass man hier richtig tief schießen kann, wenn der Putter mal gut läuft!" Und wie der lief! Birdie an der 10, Eagle an der 11, Birdie an der 12, kurze Par-Pause an Loch 13, dann wieder 14, 15 und 16 mit jeweils 1 unter Par erledigt. Kaymer stopfte seine Putts aus allen Lagen, rollte die Bälle nach Belieben ins Loch. "An Bahn 15, bei 11 unter Par, da habe ich schon gedacht, dass heute vielleicht eine 60er Runde drin ist. Dann kam noch das Birdie an der 16, und ich habe mich einfach nur noch darauf konzentriert, den nächsten Schlag zu spielen", so Kaymer. Was er auch an Bahn 17 souverän erledigte - Par für dieses Loch am Ende. Hier aber ließ er im Grunde die zwei weiteren möglichen Schläge liegen, die 17 ist das mit Abstand leichteste Loch des Platzes, hier fielen an den letzten zwei Tagen Birdies in Serie und auch etliche Eagles. "Erstaunlich, dass es ausgerechnet am leichtesten Loch nicht für ein Birdie gereicht hat, aber so war das dann auch ganz Okay!", so Birdie-Maker Kaymer. Mit "Okay" ist seine Vorstellung allerdings nur ungenügend beschrieben: Das Schlussloch absolvierte der neue Rekordhalter dann nämlich noch einmal mit einem Birdie, lochte an diesem Par 4 nach perfektem Drive und lockerem Sandwedge aus 5,5 Metern ein. Dutzende seiner Kollegen, die das Grün flankierten, hatten den Ball ins Loch geschrieen, brachen in lauten Jubel aus und veranstalteten rund ums Grün gemeinsam mit Martin Kaymer Freudentänze. "Die Bälle gingen heute einfach alle sehr nahe an die Fahne, und alle irgend möglichen Putts sind dann auch gefallen - ein Traum, das war einfach eine Super-Runde. So schnell wird mir das wahrscheinlich nicht wieder gelingen." Abwarten. Nach seiner 68er Auftakt-Runde am Dienstag führt Martin Kaymer das Feld nun jedenfalls mit 17 unter Par klar an. Platz 2 teilen sich derzeit mit jeweils 10 unter Par der Deutsche Gary Birch jr., Matt Green aus England, der Franzose Emilien Chamaulte und Mark Grabow-Schytter aus Dänemark. Vor exakt drei Wochen hatte Martin Kaymer, der von PGA Professional Günter Kessler trainiert wird, bei der Friedberg Classic den ersten Turniersieg seiner Karriere als Golf Professional gefeiert. Am heutigen Donnerstag kann der zweite hinzu kommen. Die Finalrunde der Habsberg Classic beginnt am Donnerstag um 8 Uhr, Martin Kaymer schlägt gemeinsam mit Matt Green und Gary Birch jr. um 10:10 Uhr ab. Zuschauer sind herzlich willkommen, der Eintritt ist frei.
Martin Kaymer entschied sich im November 2005 für den Wechsel ins Profilager. Für Furore hatte er in der Saison 2005 als Vize-Europameister ebenso wie beim EPD-Turnier in Kassel gesorgt, das er als Amateur mit 19 unter Par gewann. Sein Triumph bei der Friedberg Classic 2006 war daher bereits sein zweiter Sieg auf der EPD Tour, wenn auch sein erster Triumph als Professional. Stage I der Qualifying School entschied er 2005 mit vier Schlägen Vorsprung und 21 unter Par (67, 65, 69, 66) für sich, Stage II meisterte er als Neuntplatzierter problemlos. In der Final Stage war dann zwar Endstation und er verpasste den Cut, er erhielt aber für 2006 immerhin Kategorie 11 auf der Challenge Tour 2006. „Ich möchte am Saisonende einen der Top 5-Plätze der EPD Tour erreichen und mir dadurch die volle Spielberechtigung auf der Challenge Tour für 2007 sichern“, so der 1,85m. große Modell-Athlet im Februar 2006 zu seinem Saisonziel. „Ich denke schon, dass ich da mithalten kann. Außerdem hoffe ich natürlich, dass ich auch 2006 schon das eine oder andere Mal auf der Challenge Tour aufteen kann, um Turniererfahrung zu sammeln.“ Darin sieht er auch einen der großen Vorzüge der Mitgliedschaft im GOLF TEAM GERMANY: Die Kaderspieler können sich bei gemeinsamen Trainingslagern optimal auf Turniere vorbereiten und erhalten über die Teammitgliedschaft attraktive Startplätze. Ein Startplatz bei der Vodafone Challenge Mitte August im GC Elfrather Mühle ist ihm so gut wie sicher, die Top 5 der EPD Tour Order of Merit am Abend des 26. Juli sind qualifiziert. Derzeit belegt Martin Kaymer Platz 1 der Rangliste, mit großem Vorsprung vor den Verfolgern. Die niedrigsten Runden in der Geschichte des Golfsports Einzigartig ist bisher die 58er Runde des Japaners Shigeki Maruyama, der sich mit diesem Traumergebnis für die US Open 2000 qualifizierte. 59er Runden gelangen neben Kaymer schon mehreren Spielern, doch der Kreis ist dennoch sehr elitär. Die Schwedin Annika Sörenstam spielte 2001 auf der LPGA Tour eine 59, Phil Mickelson 2004 beim PGA Grand Slam of Golf auf Hawaii. Auf der Challenge Tour gelang das Kunststück vor gerade mal vier Wochen dem Franzosen Adrien Mörk bei der Agadir Maroccan Classic. Auf der Nationwide Tour lösten 1998 sowohl Notah Begay III als auch Doug Dunakey das Ticket für den Club 59, im letzten Jahr gelang das Jason Gore. Auf der PGA Tour war Al Geiberger 1977 der erste Spieler überhaupt mit einer 59 auf der Scorekarte, 1991 folgte Chip Beck und 1999 David Duval. Martin Kaymers 59 war bereits die dritte in diesem Jahr: Neben Mörk auf der Challenge Tour schaffte auch Olin Browne 59 Schläge, in seinem Qualifikationsturnier für die US Open 2006.
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