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DM-Titel für Archbold, Poburski und Britten

News

PGA Teachers Championship

10. Oktober 2019

Er ist eine Klasse für sich: Paul Archbold, Director of Golf des Golf- und Country Club Seddiner See, ist der Deutsche Golflehrermeister 2019. Bei der German PGA Teachers Championship auf den Plätzen von WINSTONgolf in Gneven bei Schwerin setzte sich der 51-jährige Australier in der Konkurrenz der Herren souverän durch. Nach 54 Löchern hatte er mit gesamt 5 unter Par fünf Schläge Vorsprung vor Marcel Haremza und Thomas Gögele, die Rang 2 teilten. Das Turnier der Damen entschied die Hamburgerin Esther Poburski für sich, bei den Senioren setzte sich der Engländer David Britten vom GC An der Pinnau durch.

von Matthias Lettenbichler

Gneven – David Britten, Sieger des Turniers der Senioren, gestand später, dass er „ziemlich froh“ war, dass Paul Archbold diesmal nicht in der Ü50-Klasse abgeschlagen hatte. Andrew MacDonald hatte sich gleich nach der PGA Seniors Championship im Juni im GC Haus Bey bei dem Mann aus Down Under erkundigt, in welchem Feld er denn die Deutsche Golflehrermeisterschaft 2019 zu bestreiten gedenke; von dessen außerordentlichen spielerischen Qualitäten hatten sich da beide gerade aus nächster Nähe überzeugt, als Archbold den Pokal des Deutschen Senioren-Champions mit nicht weniger als zehn Schlägen Vorsprung vor MacDonald gewonnen hatte. David Britten lag damals auf Rang 5, noch weitere drei Schläge zurück. Dies alles ist längst Golfgeschichte der Saison 2019 der PGA of Germany. Paul Archbold, Jahrgang 1968, hat dieser nun ein weiteres eindrucksvolles Kapitel hinzugefügt: Mit Runden von 72, 69 und 70 Schlägen machte er auf den Plätzen von WINSTONgolf das Double perfekt und holte sich zum zweiten Mal nach 2006 den Siegerpokal des Deutschen Golflehrermeisters.

Mit einer 72er-Runde auf dem Links-Kurs startete Archbold ins Turnier, legte am zweiten Tag auf dem Open-Platz eine fehlerfreie 69 nach und übernahm nach 36 Löchern mit 3 unter Par die Führung vor Dennis Küpper (GC Düsseldorf-Grafenberg/-2) und Thomas Gögele (-1). Dass er das Turnier am Ende mit fünf Schlägen Vorsprung für sich entschied, lag an seiner Serie exzellenter Golfschläge auf einem ebensolchen Platz.

Archbold spielte die gewaltigen Grüns perfekt an, nutzte seine Birdiechancen mit brillanten Putts auch aus der Distanz und ließ Gögele, der sich als härtester Verfolger zeigte, nie näher als zwei Schläge heran. Dass der sich am Ende Platz 2 doch noch mit Marcel Haremza teilen musste, hatte zwei Gründe: Zum einen verlor Thomas Gögele auf den Löchern 15, 16 und 18 drei Schläge. Zum anderen lochte Haremza an Bahn 18, einem 477 Meter langen Par 5, zum Eagle ein, machte damit seinerseits in letzter Sekunde zwei Schläge gut und sich selbst ebenso wie Thomas Gögele zum Deutschen Vizemeister 2019. Dennis Küpper kam nach einer 75er-Finalrunde als Nummer 4 ins Clubhaus.

"Ich bin stolz auf diesen Titel!"

„Ich habe in diesem Jahr viel trainiert und bin sehr stolz auf diesen Titel“, so der Champion Paul Archbold. „Es ist phantastisch, dieses Turnier nach so vielen Jahren wieder gewinnen zu können – ich war so oft so nahe dran.“ Seinen Jahrgangs-Kollegen versichert er übrigens: Auf Titeljagd geht er bei der Deutschen Golflehrermeisterschaft auch in den nächsten Jahren in der Herren-Konkurrenz. „So lange ich eine Chance habe, zu gewinnen, werde ich im Feld der Herren an den Abschlag gehen. Ich liebe Golf!“

Bei den Senioren der Ü50-Konkurrenz war in diesem Jahr der Hamburger Oliver Eckstein als Titelverteidiger angetreten, und neben dem ehemaligen Tourspieler konnte das mit 56 Teilnehmern hervorragende Feld mit zahlreicher weiterer Prominenz aufwarten: Die beiden Bundestrainer Ulrich Eckhardt (Herren) und Stephan Morales (Damen) waren beispielsweise ebenso am Start wie Stefan Quirmbach, Präsident der PGA of Germany, und dessen PGA Vorstands-Kollegen Ralf Pütter und Anthony Lloyd.

Den Sieg in der Ü50-Wertung allerdings sicherte sich nach 54 Löchern erstmals der Engländer David Britten. Mit einer brillanten 69er-Runde am Finaltag und gesamt 2 unter Par (73+72+69) verwies der Golflehrer des Golf-Club An der Pinnau Oliver Eckstein auf Rang 2 (70+73+72/-1). Der verpasste dabei ein mögliches Stechen durch ein Doppelbogey am letzten Loch. Rang 3 und damit die Bronzemedaille brachte Michael A. McLean aus Kassel (74+68+74/Par) unter Dach und Fach, der mit einer 68er-Runde am zweiten Turniertag das beste Resultat des gesamten Turniers unterschrieben hatte.

Entscheidender Vorteil: Jugendspieler als Caddie

„Ich habe mich sehr auf dieses Turnier gefreut und mich auch intensiv vorbereitet“, so David Britten. „Dies ist mein erster Sieg bei einer Deutschen Meisterschaft, und er bedeutet mir unheimlich viel.“ Runde 1 auf dem Links-Platz hatte er Brite mit 73 Schlägen bewältigt, dabei zwei Bogeys und ein Birdie auf der „beeindruckenden“ (Britten) Anlage gespielt. In den Durchgängen 2 und 3 stand für die Senioren der Open-Course auf dem Programm, und nun zeigte Britten sein großes Können. „Ich steigere mich im Turnier immer von Runde zu Runde – so war es auch diesmal.“ Bei der 72 am zweiten Tag standen drei Birdies drei Bogeys gegenüber, und die 69er-Finalrunde war geprägt von vier Birdies und nur einem einzigen Bogey an Bahn 18. Und sie war das Ergebnis perfekten Teamworks: Nachdem sein Coach bei der DM so gut spielte, bot sein Jugend-Spitzenspieler Nick Neukirchner, den er seit vielen Jahren als Coach betreut, spontan seine Dienste als Caddie am Finaltag an. Britten: „Das hat wirklich sehr geholfen. Nick hat großen Anteil an diesem Erfolg.“ Ebenso wie die starken Wedges und sicheren Putts des Senioren-Champions, der seit elf Jahren als Golflehrer im GC An der Pinnau arbeitet, und der jetzt erst mal „das tolle Gefühl, Deutscher Meister zu sein“, genießen will.

Ein Gefühl, das sich irgendwann im Laufe des Nachmittags auch bei Esther Poburski manifestierte – allerdings erst eine ganze Weile nach dem letzten Putt. Die Deutsche Vizemeisterin des Vorjahres nämlich war sich „den ganzen Tag über eigentlich sehr sicher, dass ich hier nur um den zweiten Platz spiele“. Mit fünf Schlägen Rückstand auf Jacqueline Dittrich war die Landestrainerin des Hamburger Golf Verbands in die Finalrunde auf den Open-Platz gegangen, hatte da auf den ersten drei Löchern gleich mal drei Bogeys kassiert, und war sich spätestens da „absolut sicher“, auch in diesem Jahr bestenfalls mit der Silbermedaille nach Hause zu fahren. 74 und 83 Schläge hatte sie an den Tagen 1 und 2 unterschrieben, lag damit fünf Zähler hinter Jacqueline Dittrich vom Golfclub Düren (72+80). Vermeintlich härteste Konkurrentin um Platz 2: Christine Germershaus vom GC Düsseldorf-Grafenberg, die nach dem zweiten Turniertag zwei Schläge hinter Poburski rangierte.

Unverhoffter Glückwunsch am 18. Grün

Mit ihr lieferte sie sich nun in der Schlussrunde ein Duell über 18 Löcher, „ohne groß auf Jacqueline zu achten. Die war irgendwie ganz weit weg und klar vorne für mich“ (Poburski). Was sich am 18. Grün änderte, als Jacqueline Dittrich, die das Turnier 2012 gewinnen konnte, Esther Poburski sehr herzlich zum Turniersieg und damit dem Gewinn der Deutschen Golflehrermeisterschaft 2019 der Damen gratulierte. „Das konnte ich erst mal gar nicht glauben und war völlig überrascht“, so die Siegerin. Doch weil sie selbst am letzten Grün aus sieben Metern zum Birdie eingelocht und Jacqueline Dittrich auf den letzten drei Spielbahnen vier Schläge verloren hatte, durfte Esther Poburski wie schon 2007 den Pokal der Gewinnerin entgegen nehmen. „Ich bin sehr glücklich über diesen Sieg – eine Deutsche Meisterschaft ist immer etwas ganz Besonderes. Zumal auf diesen beiden wirklich großartigen Golfplätzen.“

WINSTONgolf in Gneven nahe Schwerin war erstmals Austragungsort der Deutschen Golflehrermeisterschaft, die in diesem Jahr erstmals von PGA Reisepartner SAM Golftime unterstützt wurde. Sowohl der Links-Course als auch der Open-Platz präsentierten sich gleichermaßen spektakulär wie anspruchsvoll. Das teilweise atemberaubende Layout begeisterte die PGA Golfprofessionals, die sich den Plätzen in den drei Wettbewerben in Rekordzahl stellten: Insgesamt nahmen 156 Mitglieder der PGA of Germany an den drei Turnieren in Gneven teil.

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(PGA & Pro Golf Tour)


Matthias Lettenbichler

089-179588 55
Mobil: 0172-8134700
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