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German PGA Teachers Championship 2026
16. September 2026
Korchenbroich – Er kam, sah, und siegte: Ein Jahr lang hatte Marcel Haremza keine Turnierrunde mehr gespielt, und dennoch holte sich der 48-Jährige letztlich souverän den Siegerpokal der German PGA Teachers Championship 2026. Mit Runden von 71, 68 und 68 Schlägen, gesamt 12 unter Par, verbucht der ehemalige Tourspieler den insgesamt neunten Titel seiner PGA-Karriere – es ist sein bis dato größter Einzelerfolg.
In der Finalrunde liefert sich der Teaching Professional des Dortmunder Golfclub auf dem hervorragend präparierten Meisterschaftsplatz des Golfpark Rittergut Birkhof über weite Strecken ein spannendes Duell mit Mark Steckmann, der mit 8 unter Par (68+70) als Führender in die Schlussrunde gegangen war. Haremza lag nach 71 und 68 Schlägen einen Zähler zurück, doch nach 13 Löchern sind beide gleichauf bei 12 unter Par. Dann kassiert der Mann aus Hannover an Bahn 14, einem 133 Meter langen Par 3 mit malerischem Inselgrün, unglücklich ein Doppelbogey und macht damit den Weg vorzeitig frei für Haremza, der den Vorsprung nicht mehr hergibt. Nach einem Bogey zum Abschluss an Bahn 18 belegt Steckmann mit gesamt 9 unter Par Platz 2, Rang 3 geht an Michael Dunwoodie (-5), der mit einer 67 die beste Runde des gesamten Turniers spielt.
Es ist eine dieser Geschichten, die nur der Sport schreibt: Marcel Haremza kommt zur Meisterschaft der Teaching Professionals der PGA of Germany, nachdem seine letzte Turnierrunde ein Jahr zurückliegt – im September 2025 in Schottland. Intensives Training zuvor? Fehlanzeige. „Ich habe am Sonntag ein paar Bälle gehauen, das war meine Vorbereitung zuhause“, erzählt Haremza nach seinem Sieg und lacht. Drei Tage später steht er als Deutscher Golflehrermeister 2026 fest. Auf dem Par-73-Meisterschaftsplatz des Golfpark Rittergut Birkhof, erstmals Austragungsort der German PGA Teachers Championship, unterschreibt Haremza 71, 68 und 68 Schläge – und profitiert dabei von seiner Vergangenheit als Tourplayer. Vor rund 25 Jahren spielte er den Platz mehrfach im Rahmen des damaligen Galeria-Kaufhof-Pokals und sammelte reichlich Runden auf der Anlage.
Schnurgerade Drives
„Ich habe so ein bisschen auf Erinnerungsmodus gespielt – es hat sich ja nicht viel verändert, und ich wusste, wo es langgeht. Und Golfspielen verlernt man ja auch nicht.“ Vor allem eine seiner großen Stärken ist unverändert vorhanden: Schnurgerade Drives an die 300-Meter-Marke. „Ja, die Länge ist noch da“, bestätigt Haremza. Dazu stimmten in dieser Woche auch der Rhythmus und das kurze Spiel, was in einer sehr niedrigen Fehlerquote resultierte: Nur vier Bogeys unterliefen Haremza im gesamten Turnier, in der Finalrunde blieb er fehlerfrei, spielte fünf Birdies. „Mein Ziel war, keine blöden Fehler sowie an den Par-5-Löchern Birdies zu machen – beides hat geklappt. Wir hatten heute ein wirklich ein gutes Match – freundschaftlich und auf gutem Niveau.“
Trotz der starken Leistung und des mit 4675 Euro Preisgeld verbundenen sportlichen Erfolgs: Eine Rückkehr ins Turniergeschehen plant der neue Deutsche Golflehrermeister nicht. Seine Priorität liegt weiterhin bei der Arbeit als Teaching Professional sowie bei seinen Mannschaften und Nachwuchsspielern. Bereits am Tag nach dem Sieg am Birkhof stand um 8:30 Uhr wieder Unterricht in Dortmund auf dem Programm. Haremza: „Ich verspüre keinen großen Drang, wieder mehr Turniere zu spielen, aber es freut mich schon ein wenig, dass ich zeigen konnte, dass ich noch ein bisschen Golf spielen kann.“
Anspruchsvolle Aufgabe
Die Premiere der German PGA Teachers Championship im Golfpark Rittergut Birkhof erfüllte die mit dem Platz verknüpften hohen Erwartungen. Die von Kurt Rossknecht entworfene Anlage mit strategisch platzierten Bunkern, zahlreichen Wasserhindernissen auf den Back Nine und dem Inselgrün der 14, stellte das Feld über drei Tage vor ebenso anspruchsvolle wie abwechslungsreiche Aufgaben. Hinter Haremza, Steckmann und Dunwoodie belegte Nicholas Burdekin mit 4 unter Par Rang 4. Robin Hügle und Martin Hastie teilten bei 3 unter Par Platz 5; Andrew MacDonald, David Britten, Mark Stevenson und Antonio Postiglione kamen mit jeweils 2 unter Par gemeinsam auf Rang 7, wobei insbesondere Antonio Postiglione an den ersten beiden Turniertagen für Furore sorgte: Der Teaching Professional des Münchener GC notierte 70 und 69 Schläge und war lange auf Medaillenkurs, brachte dann aber zum Abschluss eine 78 ins Clubhaus.
Klassentreffen
Das Turnier war geprägt von der dieser Meisterschaft eigenen harmonischen Klassentreffen-Atmosphäre – es ist ein fröhliches Wiedersehen der Berufs- und Jahrgangskollegen vor dem sportlichen Hintergrund eines hochkarätigen Turniers mit professionellem Setup. Der Golfpark Rittergut Birkhof brachte sich mit großem Engagement in die Veranstaltung ein, das Greenkeeping-Team hatte das Turnier intensiv vorbereitet und gemeinsam mit Turnierdirektor Andy Duck hervorragende Spielbedingungen geschaffen. Witterungsbedingt fiel zwar das ProAm ins Wasser, aber da gibt es eine neue Chance im kommenden Jahr: Auch die Deutsche Golflehrermeisterschaft 2027 wird im Golfpark Rittergut Birkhof ausgespielt, mit ProAm und besonderer Aufmerksamkeit im Jubiläumsjahr des Berufsverbands PGA of Germany, der 2027 seinen 100. Geburtstag feiert. Spätestens dann greift vielleicht auch Marcel Haremza wieder mal zum Golfschläger, nach voraussichtlich einem Jahr schöpferischer Pause zumindest in Sachen Turniergolf.
Professional Golf AG
Matthias Lettenbichler
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