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Sophia Popov und Alex Cejka setzen Erfolgsserie fort

News

Turniersiege in Arizona

27. April 2020

Dass Arizona ein absolutes Mekka des Golfsports ist, ist keine Neuigkeit. Doch in Corona-Zeiten gilt dies umso mehr, als im US-Bundesstaat noch immer gespielt werden darf. Golf wurde dort kurzerhand zum „Essential Business“ erklärt. Entsprechend können dort auch weiterhin Turniere veranstaltet – und gewonnen werden. Besonders erfolgreich sind in dieser Disziplin aktuell zwei Mitglieder der PGA of Germany: Sophia Popov und Alex Cejka. Beide haben sich in den letzten zwei Wochen jeweils zweimal in Folge einen Turniersieg gesichert. Ganz nahe dran war Yannik Paul.

von Matthias Lettenbichler

Arizona/USA – Sophia Popov tritt in Arizona auf der „The Cactus Tour” an, einer 3rd-Level-Damentour. Nachdem sie am 15. April beim Turnier im Union Hills Country Club in Sun City den ersten Turniersieg ihrer Profikarriere feiern konnte, legte sie nun umgehend nach und holte sich am 22. April in Las Colinas in Queen Creek den Titel der Dallas Cup Series. Das erste Turnier hatte sie mit drei 71er-Runden, gesamt 3 unter Par und zwei Schlägen Vorsprung gewonnen und dabei ganz offenbar mächtig Selbstvertrauen getankt. Denn in Las Colinas zog sie absolut einsam an der Spitze der Konkurrenz ihre Kreise, ließ den Mitspielerinnen nicht den Hauch einer Chance. Am ersten Turniertag brachte die 27-Jährige auf dem Par-72-Parcours eine 61er-Runde ins Clubhaus, hatte da schon fünf Schläge Vorsprung vor der Zweitplatzierten. Nach weiteren Durchgängen mit 69 und 64 Schlägen lag die Spielerin des GC St. Leon-Rot schließlich imposante neun Schläge vorn.

61! Beste Runde der Karriere

„Die erste Runde war die beste meiner Karriere bislang. Das hat mir natürlich einen großen Vorsprung auf das restliche Feld eingebracht. Danach habe ich aber nicht wirklich locker gelassen, denn ich hatte das Ziel, niemanden mehr herankommen zu lassen. Nach letzter Woche hatte ich entsprechend Selbstvertrauen getankt, und somit konnte ich schon relativ früh das Turnier in der dritten Runde für mich entscheiden, indem ich weiter Birdies gemacht und damit Druck auf die anderen Spielerinnen ausgeübt habe“, so die Spielerin des National Team Germany. „Mir bedeutet der zweite Sieg mindestens genauso viel wie der erste, weil ich mir damit beweisen konnte, dass es nicht eine einmalige Sache war. Mein Spiel fühlt sich nach wie vor sehr gut an und das geht hoffentlich so weiter!“, so die Tourspielerin im Interview mit der GOLF.de. Gelegenheit zum Hattrick hat sie jedenfalls schon in dieser Woche: Vom 27. bis 29. April steht im Longbow CC in Mesa das nächste Turnier der The Cactus Tour auf dem Programm.

Turniersieg und Familienausflug

Grund zum Jubel hatte auch wieder Alex Cejka, der aktuell gleichermaßen erfolgreich in Arizona auf Birdiejagd ist. Nachdem sich der Deutsche am 15. April auf der Outlaw Tour in Glendale den Titel der Arrowhead Classic gesichert hatte, legte auch er direkt nach: Bei der Parker Open, einem mit 42.000 US-Dollar dotierten Einladungs-Event im Emerald Canyon Golf Course in Parker in Arizona, holte sich der mehrfache European-Tour-Sieger und PGA Tour Champion auf spektakuläre Weise den Sieg. Nach 48 Löchern des Drei-Runden-Events lag er noch sechs Schläge hinter dem Führenden, doch die verbleibenden sechs Löcher spielte er sechs unter Par, kämpfte sich mit Birdie-Ass-Birdie-Eagle an den Löchern 13 bis 16 letztlich ins Stechen – und entschied das Playoff am ersten Extra-Loch für sich. "Das war eines der besten Comebacks auf den Back Nine meiner Karriere", so Cejka. "Das war ein herrliches Turnier auf einem großartigen Golfplatz. Und es macht mir wirklich Spaß, mit auf diese Weise in Form zu halten und gegen junge, talentierte Spieler anzutreten."

Grundlage der erfolgreichen Aufholjagd des 49-Jährigen war sein grandioses Ass an Bahn 14, einem 181 Meter langen Par 3. Neben dem 7000-Dollar-Siegerscheck freute sich Cejka auch über einen gelungenen Familienausflug – denn den Anhang hatte er gleich mitgebracht, schließlich wohnen die Cejkas nur rund 90 Minuten von Parker entfernt in Bullhead City. Und der Trip hatte allen sogar so gut gefallen, dass Alex Cejka sogar darüber nachdenke, seinen Titel im nächsten Jahr zu verteidigen, so Steve Benton, der Veranstalter des Turniers. Hier geht’s zur vollständigen Geschichte, die Autor Will Gray für den GOLF CHANNEL geschrieben hat.

Platz 2 beim Shootout über 36 Löcher

Während Alex Cejka demnach auf der Outlaw Tour eine Pause eingelegt hat, waren dort zwei weitere Mitglieder der PGA of Germany erfolgreich in Aktion: Beim Legacy Shootout über 36 Löcher musste sich Yannik Paul letztlich nur Nicolo Galletti geschlagen geben, belegte mit 10 unter Par (66+66) Rang 2. Sein Bruder Jeremy Paul teilte mit 6 unter Par Rang 6.