Mit Beginn des Jahrgangs 2012 führt die PGA of Germany eine
neue Struktur für die Ausbildung zum Fully Qualified PGA Golfprofessional ein. Grundsätzlich
bleibt es bei einer dreijährigen Berufsausbildung mit sowohl praktischer
Schulung im Club als auch überbetrieblichen Seminaren. Als wesentliche Neuerung
liegt nun aber ein zweistufiges modulares System zugrunde, das leichteren
Zugang für Quereinsteiger garantiert, und das das gesamte Berufsfeld durch die
neu geschaffene Zwischenstufe des PGA-Assistenten noch breiter abdeckt. Zudem
ist der eigentlichen Ausbildung ein PreCourse vorgeschaltet: Wer den Traumberuf
PGA Golfprofessional ab 1. Februar 2012 erlernen möchte, muss sich bis 11. Juli
für den PreCourse 2011 anmelden, der am 4. August beginnt.
München – „Wir passen die
Ausbildungsstruktur zum Fully Qualified PGA Golfprofessional ab 2012 den
veränderten Bedürfnissen des Marktes an. Der Golfmarkt ist in Bewegung. Wir
bewegen uns mit ihm“, erklärt Stefan Quirmbach. Der PGA-Präsident: „Unser
Ausbildungsangebot gehört seit weit mehr als einem Jahrzehnt zu den weltweit
führenden Berufsausbildungen in diesem Bereich. Damit dies so bleibt, verändern
wir die Struktur und modernisieren sie.“ Zugleich berücksichtigt die PGA of
Germany mit der Anpassung nationale und internationale Ausbildungsstandards.
Erfolgreich
zu lehren, bedeutet auch, selbst stets weiter zu lernen, flexibel zu bleiben
und sich neuen Gegebenheiten anzupassen. Die von der PGA of Germany angebotene
Ausbildung zum „Fully Qualified PGA Golfprofessional“ gilt unter den
internationalen PGAs als eine der besten und umfangreichsten Golflehrer-Ausbildungen
in Europa. Seit der letzten grundlegenden Reform 1996 hat die PGA of Germany die
dreijährige Berufsausbildung, in deren Verlauf den Azubis alle für die Ausübung
ihres Berufs notwendigen Fertigkeiten und Kenntnisse vermittelt werden, laufend
aktualisiert und bezüglich der Qualität internationale Maßstäbe gesetzt.
Die
Kerninhalte der Ausbildung bleiben deshalb auch nach der Reform weitgehend unverändert,
ebenso der hohe Qualitätsanspruch. Der Schwerpunkt des Programms liegt auf der
Vermittlung von Kompetenzen in den Bereichen Golfunterricht, Golftechnik und
Sportwissenschaft. Auch Kaufmännische Grundlagen, Materialkunde, Regeln,
Platzkunde, Wettspielorganisation, Golfgeschichte und Schlägerreparatur gehören
zum Lehrplan. Deutlich mehr Gewicht bekommt ab 2012 die Vermittlung sozialer
und kommunikativer Kompetenzen. Überbetriebliche Ausbildungsteile, die
Seminare, wechseln mit Phasen praktischer Ausbildung, die in der Regel während
der betrieblichen Ausbildung im Club stattfindet.
Wesentliche
Neuerung der Ausbildungsstruktur ab 2012 sind modulare Strukturen. Dies schafft
größere Durchlässigkeit für Absolventen anderer Ausbildungen sowie künftig zwei
unterschiedliche Qualifikationsbereiche. „Wir wollen“, so Ines Halmburger,
Geschäftsführerin der Aus- und Fortbildungs GmbH der PGA of Germany, „den
Zugang zu unserer Berufsausbildung weniger selektiv gestalten, um auch
Quereinsteigern eine Chance zu geben, diesen Beruf zu ergreifen.“ Zugleich soll
ein der eigentlichen Ausbildung vorgeschalteter dreimonatiger „PreCourse“ das
Vorwissen der Auszubildenden verbessern und ein einheitliches Ausgangsniveau
garantieren. Zum Vorteil sowohl der Berufsinteressenten als auch der Betriebe
und PGA Professionals, die Azubis unter ihre Fittiche nehmen.
Die
Ausbildung zum Fully Qualified PGA Golfprofessional gliedert sich damit ab
sofort in drei Teile: Den dreimonatigen PreCourse, der vor Beginn der eigentlichen
Ausbildung stattfindet und abgesehen von wenigen Ausnahmen für alle Bewerber
verpflichtend ist (Meldeschluss für den PreCourse 2011: 11. Juli). Dieser
schließt mit der C-Trainer-Prüfung Golf Breitensport ab und ist Voraussetzung,
um am Eingangstest zur zweistufigen Modulausbildung teilnehmen zu dürfen. Die Modulausbildung
I beginnt jeweils am 1. Februar, dauert neun Monate und schließt mit der
Assistenten-Prüfung ab. PGA-Assistenten sind befugt, Unterricht für Einsteiger
zu erteilen sowie Schnupperkurse zu geben. Die Modulausbildung I kann
alternativ auch berufsbegleitend absolviert werden. Der Azubi macht in diesem
Fall keine Vollzeit-Ausbildung in einem Golfclub oder bei einem Ausbilder,
sondern schließt den Ausbildungsvertrag direkt mit der PGA Aus- und
Fortbildungs GmbH. Neben den drei Grundseminaren besucht der Azubi des
berufsbegleitenden Weges zwei Tutorenseminare – oder entscheidet sich alternativ
für ein 30-tägiges Praktikum in einem Golfclub.
Die
anschließende Modulausbildung II führt nach zwei weiteren Ausbildungsjahren und
erfolgreicher Abschlussprüfung zum Status des Fully Qualified PGA
Golfprofessionals. Wer am Ende der dreijährigen Ausbildung die anspruchsvolle Prüfung
zum Fully Qualified PGA Golfprofessional nicht besteht oder die eigene
Spielfähigkeit bis dahin nicht in ausreichendem Maße nachweisen kann, der steht
nicht mehr wie bisher mit leeren Händen da, sondern kann als PGA-Assistent
Einsteiger-Unterricht erteilen – ein weiterer Vorteil der Reform.
Wer
sich für die Ausbildung zum PGA Golfprofessional interessiert, findet unter www.pga.de alle relevanten Informationen. Dort
gibt es auch eine Broschüre zum Download, die viele Fragen beantwortet. Die Broschüre
kann in Printform auch direkt bei der Geschäftsstelle der PGA of Germany
bezogen werden. Darin finden sich auch alle Hinweise zur so genannten
„Zweitausbildung“, die es Absolventen eines Hochschulstudiums oder einer
staatlich anerkannten Ausbildung ermöglicht, auch die Modulausbildung II
berufsbegleitend zu absolvieren.
Alle
Infos zur Ausbildung zum PGA Golfprofessional gibt’s bei der
PGA
Aus- und Fortbildungs GmbH
Landsberger
Straße 290
D-80687
München
Telefon:
+ 49 (0) 89-17 95 88-0
Telefax:
+ 49 (0) 89-17 95 88-29
E-Mail
& Internet: info@pga.de und www.pga.de
Aktuelle Angebote Ausbildungsplätze: www.pga.de/pga-ausbildungsplaetze.html
Aktuelle Ausbildungstermine: www.pga.de/pga-ausbildungstermine.html
„Die Reform stärkt die Stellung jedes einzelnen
Mitglieds im Markt“
Ines Halmburger, Geschäftsführerin der PGA Aus- und
Fortbildungs GmbH, erklärt im Interview, weshalb die Reform der Ausbildung zum
Fully Qualified PGA Golfprofessional sinnvoll ist. Und wie sowohl die Golfclubs
als auch die Mitglieder der PGA of Germany von der neuen Struktur profitieren.
Die
deutsche Ausbildung zum PGA Golfprofessional gilt als eine der besten in Europa.
Weshalb nun diese umfangreiche Reform ab 2012?
Zum einen
tragen wir damit neuen europäischen Gesetzen sowie nationalen und internationalen
Ausbildungsstandards Rechnung. Der Zugang zu einer Berufsausbildung darf und
sollte heute nicht mehr so restriktiv sein, ebenso ist Durchlässigkeit
gegenüber anderen, ähnlichen Berufsausbildungen gefordert. Vor allem aber
berücksichtigen die Reformen wesentliche aktuelle und zu erwartende Veränderungen
des Golfmarktes in Deutschland und Europa.
Welche
veränderten Anforderungen an den Beruf des PGA Golfprofessionals gibt es
bereits, welche erwarten Sie in kommenden Jahren?
Die
Zeiten, in denen der Golflehrer ausschließlich für die Erteilung von
Einzelunterricht zuständig war, sind vorbei. PGA Golfprofessionals sind heute
unter anderem Golfschulbetreiber, ProShop-Besitzer, Clubmanager und
Golfdirektoren, sie beraten die Industrie und die Medien. Der „Pro“ von heute
ist Experte in allen Fragen des Golfsports und kompetenter Vermittler des „Game
of Golf“. Wir rufen bisher eine Berufsgruppe ins Leben, die hervorragend
ausgebildet und entsprechend gut bezahlt ist. Für Clubs ist es heute mitunter schwierig,
kompetente Golflehrer zu finden, die bereit sind, Schnupperkurse und das
Jugendtraining zu leiten. In diesem Bereich ist es wirtschaftlich nicht immer
sinnvoll, einen vollqualifizierten PGA Golfprofessional einzusetzen. Mit der
neuen Ausbildungsstruktur schaffen wir auf dem Weg zum Fully Qualified PGA
Golfprofessional die Zwischenstufe der PGA-Assistenten. Sie können den
Anfänger-Unterricht übernehmen und ermöglichen Interessenten einen
kostengünstigen Einstieg in den Golfsport.
Aber ist nicht
gerade bei Anfängern die korrekte Schulung von enormer Bedeutung, und gerade da
ein kompetenter Lehrer wichtig?
Der PGA-Assistent
hat höchste Kompetenz gerade in der Schulung von Golf-Einsteigern! Den
dreimonatigen PreCourse hinzugerechnet, lernt er ein ganzes Jahr lang. In
dieser Zeit bildet die Schulung von Kindern und Jugendlichen sowie erwachsenen
Golf-Neulingen im Einzel- und Gruppenunterricht den Schwerpunkt der Ausbildung.
Die
Öffnung des Zugangs zur Berufsausbildung könnte einen großen Ansturm auf den
Traumberuf PGA Golfprofessional auslösen. Ist der Golfmarkt groß genug, oder
müssen die etablierten PGA-Mitglieder – zumal durch die neue Berufsgruppe der
PGA-Assistenten – Konkurrenz aus dem eigenen Haus befürchten?
Mit dem
PGA-Assistenten besetzen wir als PGA of Germany eine Nische, die andernfalls
durch andere Anbieter auf dem Golfmarkt besetzt würde. Wenn wir diesen Bereich
nicht unter unsere Fittiche nehmen, kümmern sich andere darum. Es wäre auch völlig
falsch, den Zugang zu unserer Berufsausbildung stark zu reglementieren. Dass
letztlich nur diejenigen die eigentliche Ausbildung beginnen, die für den Beruf
grundsätzlich geeignet sind, stellt der PreCourse sicher. Dass alle am Ende
hervorragend ausgebildet sind, ganz gleich ob als Assistenten oder als Fully Qualified
PGA Golfprofessional, das sicherzustellen, ist unsere Aufgabe. Durch die Reform
der Ausbildung stärkt die PGA of Germany letztlich ihre Position im Markt. Und
damit stärkt sie auch die Stellung jedes einzelnen Mitglieds. Im Anschluss an
die Ausbildung zum Fully Qualified PGA Golfprofessional hat jedes Mitglied der
PGA of Germany die Möglichkeit, sich weiterzubilden und sich auf diese Weise zu
profilieren. Zu diesem Zweck bieten wir ein umfangreiches Fortbildungsprogramm mit
jährlich rund 40 Veranstaltungen an.
Welche
Vorteile versprechen Sie sich vom erwähnten PreCourse, der dreimonatigen
Schulung, die der Ausbildung vorgeschaltet ist?
Für die
Interessenten am Beruf PGA Golfprofessional ist der PreCourse eine hervorragende
Orientierungsphase. In dieser Zeit kommen sie mit vielen Tätigkeiten eines Golflehrers
in Berührung und können feststellen, ob dieser Beruf wirklich ihren Vorstellungen
entspricht. Für die Betriebe besteht das große Plus darin, dass sie ihre Azubis
mit Beginn der eigentlichen Ausbildung sofort viel breiter einsetzen können. Es
ist nicht zwingend vorgeschrieben, aber es besteht die Möglichkeit, dass der
Azubi bereits während der Zeit des PreCourses bei seinem künftigen
Ausbildungsbetrieb ein Praktikum absolviert. In dem Fall sind dann sogar das
Kennenlernen, die Eingewöhnung und Orientierung an einem neuen Ort und in einem
neuen sozialen Umfeld bereits erledigt. Weiterer Vorteil: Alle erfolgreichen
Absolventen des PreCourse und des Eingangstests haben ein ähnliches Grundniveau.
Von diesem ausgehend, können sie im Club wesentlich zielgerichteter eingesetzt
und damit auch effektiver ausgebildet werden. Wir wollen das Niveau derer
heben, die die Ausbildung beginnen. Und damit natürlich auch die Quote derer
senken, die an den nach wie vor hohen Anforderungen dieser Berufsausbildung
scheitern.
Wer die
Abschlussprüfung zum Fully Qualified PGA Golfprofessional dreimal nicht
besteht, steht aber künftig nicht mehr mit leeren Händen da?
Auch das
ist eine sehr wichtige Verbesserung durch die neue Ausbildungsstruktur. Wer
dreimal an der Abschlussprüfung scheitert, oder wer etwa die eigene Spielfähigkeit
in einem Playing Ability Test nicht ausreichend nachweisen kann, der musste
sich bisher beruflich völlig neu orientieren. Die neue Struktur fängt diese
Professionals als PGA-Assistenten auf, die damit ihrem Beruf vielleicht nicht
völlig in der ursprünglich erträumten Form, aber zumindest im Bereich der
Schulung von Golf-Einsteigern nachgehen können.
| Art der Ausbildung: |
Berufsausbildung |
| Dauer: |
3 Jahre |
| Umfang: |
ca. 700 Unterrichtseinheiten in den
überbetrieblichen Seminaren (inkl. PreCourse, zzgl. betriebliche
Ausbildung, Selbststudium, Prüfungen) |
| Abschluss: |
Fully Qualified PGA Golfprofessional (PGA-Golflehrer/-in) |
| Voraussetzungen PreCourse: |
Vollendung des 17. Lebensjahrs,
Stammvorgabe mindestens -18,4, Mitgliedschaft in einem deutschen
Golfclub oder alternativ Nachweis einer hinreichenden
Sportunfallversicherung |
| Voraussetzungen Modulausbildung: |
Bestandener PreCourse bzw. gültige C-Lizenz
Golf, bestandener Eingangstest, Vollendung des 18. Lebensjahrs,
Stammvorgabe mindestens -12,4, Schulabschluss, gegebenenfalls
Nachweis über ausreichende Deutschkenntnisse und Aufenthaltsgenehmigung |
| Ausbildungsbeginn: |
Der PreCourse findet jeweils zwischen
August und Oktober/November statt. Die Modulausbildung beginnt am 1.
Februar des Folgejahres. |
| Fristen: |
Anmeldungen zum PreCourse werden bis vier
Wochen vor dem ersten Seminar entgegen genommen. Ausbildungsverträge für
die Modulausbildung müssen bis zum 10. Januar (eingehend) in der
Geschäftsstelle der PGA of Germany vorliegen. |
| Kosten: |
Der PreCourse kostet inkl. zweier
Tutorenseminare und der Gebühr für die C-Trainer-Prüfung 980 Euro*. Der
Eingangstest kostet zusätzlich 100 Euro*. Für die Modulausbildung ist
eine Gebühr von 2850 Euro* pro Jahr zu entrichten, die vom
Ausbildungsbetrieb zu bezahlen ist. |
| Termine: |
Die Termine für die PreCourses und die
Eingangstests werden auf der Homepage der PGA of Germany veröffentlicht
(www.pga.de). Die Ausbildung zum PGA Golfprofessional kann nur begonnen
werden, wenn vorher der PreCourse oder eine C-Trainer-Ausbildung Golf
absolviert und der Eingangstest bestanden wurde. Anmeldeschluss für den
PreCourse 2011 (Ausbildungsbeginn 2012): 11. Juli 2011. |
* Stand: 1. Juni 2011 – Änderungen vorbehalten.