Die Gewinner der HDI-Gerling German PGA Championship 2011
heißen Jacqueline Dittrich und Maximilian Glauert. Bei der Deutschen
Meisterschaft der PGA Golfprofessionals auf der Anlage von Golf Gleidingen in
Laatzen bei Hannover setzte sich am Donnerstagnachmittag zunächst Jacqueline
Dittrich im Stechen gegen Titelverteidigerin Nicole Gögele durch. Nachdem sie
von Tag 1 an geführt hatte, brachte die Golflehrerin vom GC Römerhof den ersten
Profi-Titel ihrer Karriere am ersten Extra-Loch unter Dach und Fach. Wenig
später machte dann EPD-Tour-Spieler Maximilian Glauert (Düsseldorf) seinen
Triumph im stark besetzten Feld der Herren perfekt und setzte sich mit drei
Schlägen Vorsprung vor David Heinzinger, Christoph Günther, Marcel Haremza und
Amateur Hinrich Arkenau souverän durch. Die vier Verfolger teilten Platz 2 mit
Par fürs Turnier.
Laatzen bei Hannover – Sie kämpften vier Tage lang gegen
den Platz, die Konkurrenten und vor allem den starken Wind, der über die Anlage
von Golf Gleidingen fegte. Doch nach 73 Löchern bei den Damen und 72 bei den
Herren standen sie fest, die neuen Champions der PGA of Germany. Schlaggleich
mit dem Dießener Marcel Haremza und Christoph Günther aus Oberammergau war
Maximilian Glauert in die Finalrunde der Deutschen Meisterschaft in Laatzen vor
den Toren von Hannover gegangen. Mit 1 unter Par führte das Trio das Feld nach
drei teilweise von Sturm und heftigen Regenschauern gepeitschten Runden an und
sorgte für einen bis zum letzten Putt spannenden Finaltag. An dessen Ende
reckte schließlich Maximilian Glauert, 25-jähriger EPD-Tour-Spieler aus Düsseldorf,
den mächtigen Siegerpokal in die Höhe und jubelte über seinen zweiten Sieg als
Professional. Im Frühjahr hatte er bereits auf der EPD Tour gewonnen, wo er
aktuell Platz 3 der Rangliste belegt. „Ich freue mich riesig über diesen Titel!
Er hilft mir sehr bei meiner Saisonplanung, und es ist einfach Klasse, dieses bedeutende
Turnier auf diesem herrlichen Golfplatz hier in Gleidingen gewinnen zu können“,
so Glauert. Er tat es in der Manier eines Champions, spielte Runden von 68, 74,
73 und 70 Schlägen, gesamt 3 unter Par, und war damit besser als alle Konkurrenten.
Bei bis zu vier Windstärken forderte der Par-72-Parcours höchste Konzentration
–, dass der Cut bei +11 lag, gibt einen Eindruck von den Aufgaben, mit denen
die Profis in dieser Woche konfrontiert waren.
Was die weitere Saisonplanung für den neuen PGA Champion
erleichtert, sind zum einen die 10.000 Euro Siegprämie, die mit dem Titel
verbunden sind. Zum anderen kann er nun mit breiter Brust und großem
Selbstvertrauen ins Saisonfinale der EPD Tour gehen. Vier Turniere stehen dort
noch aus, und für Glauert geht es darum, das Ticket für die Challenge Tour 2012
endgültig unter Dach und Fach zu bringen. Schon nächsten Dienstag schlägt er
bei der Pfaffing Classic ab.
Ein Tour-Ticket steht auch auf der Wunschliste von
Jacqueline Dittrich, der neuen PGA Championesse. Nachdem die 24-Jährige im
letzten Jahr noch Nicole Gögele den Vortritt lassen musste und damals mit einem
Rückstand von 18 Schlägen Zweite wurde, setzte sie sich diesmal durch und
feierte mit Runden von 73, 80, 71 und 79 Schlägen einen Start-Ziel-Sieg. Im
Stechen am ersten Extra-Loch genügte ihr ein Par für den ersten Titel ihrer
Profikarriere. Nach 72 Löchern hatten beide Spielerinnen Platz 1 mit 15 über
Par geteilt, wobei Nicole Gögele in der Finalrunde einen Rückstand von fünf
Schlägen aufholen konnte. Jacqueline Dittrich unterlief an Bahn 8 ein
Quadruple-Bogey, da war der ursprünglich komfortable Vorsprung dahin. Doch nur
ein Loch später musste Nicole Gögele ein Doppelbogey notieren, und Jacqueline
Dittrich nutzte daraufhin ihre Chance: „Da habe ich angefangen zu kämpfen, denn
aufgeben tue ich nie!“ So spielte sie sich ins Stechen, wo sie dann die
Oberhand behielt und Nicole Gögele entthronte.
„Ich habe im letzten halben Jahr sehr intensiv für dieses
Turnier trainiert und wollte es unbedingt gewinnen. Dass ich es geschafft habe,
macht mich sehr stolz. Es ist das wichtigste Turnier, das ich außerhalb der
Ladies European Tour spielen kann – und da will ich hin“, so die PGA
Golflehrerin aus Jüngersdorf, die 2011 ihr letztes Ausbildungsjahr im GC
Römerhof absolviert. Im kommenden Januar steht dann in Spanien die Qualifying
School zur Ladies European Tour auf dem Programm, wo sie 2012 an den Abschlag
gegen will. Um sich dann zumindest mal ein Jahr lang mit den besten
Spielerinnen Europas zu messen, zu denen auch Nicole Gögele einmal gehörte, vor
ihrer Karriere als Golflehrerin.
Das ist das Besondere an dieser HDI-Gerling German PGA
Championship: Playing Professionals, Teaching Professionals, Golflehrer in
Ausbildung – sie alle treten bei dieser Deutschen Meisterschaft der Mitglieder
der PGA of Germany gemeinsam an, um sich auf einem sportlich höchst
anspruchsvollen Platz vier Tage lang zu messen. Zählspiel. Keine
Entschuldigungen. „Die Windbedingungen waren teilweise extrem“, bestätigte
Turnierdirektor Simon Bowler, „wir hatten die Grüns sehr schnell gemacht, da hat
sich der Platz bei diesem Sturm wirklich sehr schwer gespielt.“ Die beste Runde
des gesamten Turniers gelang am Finaltag mit einer 65 dem Münchner David
Heinzinger, er notierte zehn Birdies. Ebenfalls stark: Mark Stevenson vom
bayerischen GC Gut Rieden, der am ersten Tag eine 66er Runde spielte. Den Sonderpreis
für den besten Teacher im Feld holte sich Simon Brown vom GC Rhein-Sieg, der
das Turnier auf Platz 10 beendete.
Golf Gleidingen, das Top-Resort vor den Toren von Hannover,
dem Hauptsitz von Turnier-Titelsponsor HDI-Gerling, hat bei der zweiten Auflage
bewiesen, dass es die perfekte neue Heimat für das Flaggschiff-Turnier der PGA
of Germany ist. Täglich kamen über 500 Zuschauer auf die Anlage und sorgten für
echtes Championship-Flair, folgten den Führenden oder feuerten Lokalmatador
Mark Steckmann an, der mit Platz 32 exakt sein gutes Resultat aus dem Vorjahr
wiederholte. Die Spieler fanden beste Bedingungen vor und eine echte sportliche
Herausforderung: „Letztes Jahr haben wir den Platz zu leicht auseinandernehmen
können, da war so gut wie kein Wind“, so Max Glauert. Hinter Sebastian Buhl war
er damals Zweiter geworden, der Siegerscore lag bei 16 unter Par. „Das hat mir leid
getan – das hatte dieser Top-Platz nicht verdient. Zu dem gehört einfach der
Wind, das macht ihn interessant“, so der PGA Champion 2011.
Ein Urteil, das übrigens auch die Sponsoren teilen: Dr.
Christian Hinsch und Jens Wohlthat, Vorstandsvorsitzender und Vorstand der
HDI-Gerling Industrie Versicherung AG, kamen persönlich nach Gleidingen und
bestätigten: Auch 2012 wird die HDI-Gerling German PGA Championship wieder in
Laatzen stattfinden, auf dem windgepeitschten Golfplatz vor den Toren von
Hannover (www.pga.de).