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Platzvielfalt: PGA & DGV starten zweite Pilotphase mit 40 Clubs
23. Januar 2026
Das gemeinsame Projekt „Platzvielfalt – Von vorne zum Erfolg“ der PGA of Germany und des Deutschem Golf Verbands (DGV) geht in die nächste Runde: Nach einer erfolgreichen ersten Pilotphase startet 2026 Pilotphase 2 mit insgesamt 40 teilnehmenden Golfclubs aus ganz Deutschland. Projektleiter Malcolm Gourd stellte das Projekt im Rahmen der DGV-Pressekonferenz in Stuttgart vor – die Resonanz ist bereits jetzt ein starkes Signal für die Zukunft des Golfsports. „Die PGA Professionals sind der entscheidende Faktor für den Erfolg dieses Projekts, denn sie kennen das Abschlagsvermögen ihrer Kunden und Schüler und können diese neue Herangehensweise an das Thema Abschlag glaubhaft vermitteln“, ist Kariem Baraka überzeugt, der Präsident der PGA of Germany.
von Matthias LettenbichlerStuttgart – Golf gewinnt Jahr für Jahr viele neue Spielerinnen und Spieler hinzu – doch fast genauso viele kehren dem Sport innerhalb weniger Jahre wieder den Rücken. Genau hier setzt die Initiative „Platzvielfalt – Von vorne zum Erfolg“ an: Golf soll fairer, zugänglicher und spielgerechter werden, ohne den Charakter eines Platzes zu verändern. Nach einer ersten Pilotphase mit zwei teilnehmenden Anlagen wird das Projekt nun konsequent fortgeführt: In der zweiten Projektphase beteiligen sich 40 Golfclubs aus ganz Deutschland, die das neue Abschlagskonzept in der Saison 2026 erproben und damit wertvolle Daten liefern. Im Mittelpunkt steht dabei die Einführung neuer Abschlagsmarkierungen, die eine differenziertere Platzlängenstruktur ermöglichen. Ziel ist es, Golferinnen und Golfern aller Spielstärken bessere Orientierung zu geben – und gleichzeitig Spieltempo, Fairness und Spielfreude spürbar zu verbessern.
Projektleiter Malcolm Gourd betonte bei der Vorstellung der gemeinsam von PGA of Germany und Deutschem Golf Verband umgesetzten Initiative im Rahmen der Pressekonferenz die große Wirkung, die bereits kleine, sinnvoll durchdachte Veränderungen erzielen können: „Die Erkenntnisse aus der ersten Pilotphase bestätigen uns klar in unserem Ansatz. Dass nun 40 Clubs an der zweiten Pilotphase teilnehmen, ist ein starkes Signal und zeigt, wie groß das Interesse und die Akzeptanz für dieses Projekt sind.“
„Zu schwierige Plätze sorgen für Frust!“
Auch Kariem Baraka, Präsident der PGA of Germany und Geschäftsführer des GC München-Riedhof, sieht im Projekt „Platzvielfalt“ einen entscheidenden Schlüssel, um Golf langfristig attraktiver zu machen – gerade für Einsteiger, aber auch für viele weitere Zielgruppen: „Zu schwierige, vor allem insgesamt zu lange Golfplätze, die dem Spielvermögen gerade von Einsteigern, ebenso aber auch von Senioren, Kindern und oftmals auch von Frauen nicht entsprechen, sorgen für Frust. Viele, die aufhören mit Golf, haben zu wenige Erfolgserlebnisse und zu wenig Spaß auf dem Platz.“
Genau deshalb soll sich der Blick auf Abschläge und Platzlängen verändern – weg von tradierten Farben und hin zu einer konsequent spielstärkenorientierten Struktur. Baraka: „Wir wollen weg von den Farben der Abschläge und von überholten Begriffen, hin zu Tees und Platzlängen, die das tatsächliche Spielvermögen und vor allem die tatsächliche Abschlagslänge reflektieren; nur so haben auch Einsteiger und Menschen, die eben keine ausgesprochenen Longhitter sind, die Chance auf Pars und Birdies.“
Dass dieses Konzept in der Praxis funktioniert, zeigte bereits die erste Pilotphase: Zwei Golfanlagen wurden zu Beginn der Saison 2025 mit insgesamt sechs verschiedenen Abschlagspositionen ausgestattet – die Rückmeldungen von Mitgliedern und Gästen waren durchweg positiv. In der zweiten Pilotphase werden die gewonnenen Erkenntnisse nun weiter vertieft und auf insgesamt 40 Anlagen übertragen. Begleitet wird die Umsetzung durch Workshops, gezielte Kommunikation und einen kontinuierlichen Austausch mit den beteiligten Clubs. Die Teilnahme bleibt freiwillig, die Erfahrungen aus den Pilotclubs fließen fortlaufend in die Weiterentwicklung des Projekts ein.
PGA Präsident Kariem Baraka ist überzeugt, dass das Projekt nicht nur sportliche Vorteile hat, sondern auch ein zentraler Hebel sein kann, um die Drop-out-Quote im Golf spürbar zu reduzieren: „Das neue Modell soll den Spaß am Spiel erhöhen, Frustration vermeiden und damit als logische Konsequenz die Drop-Out-Quote von neu hinzugewonnenen Clubmitgliedern deutlich und nachhaltig verringern!“
PGA Professionals als entscheidender Faktor
Eine Schlüsselrolle für den Erfolg der Initiative nehmen nach Barakas Überzeugung die PGA Professionals ein, die ihre Kundinnen und Kunden sowie deren Leistungsniveau genau kennen und den Ansatz überzeugend in den Cluballtag übertragen können: „Die PGA Professionals sind der entscheidende Faktor für den Erfolg dieses Projekts, denn sie kennen das Abschlagsvermögen ihrer Kunden und Schüler und können diese neue Herangehensweise an das Thema Abschlag glaubhaft vermitteln“, so der 1. Vorsitzende der PGA of Germany.
Mit „Platzvielfalt – Von vorne zum Erfolg“ verfolgen DGV und PGA of Germany das gemeinsame Ziel, den Golfsport in Deutschland nachhaltig weiterzuentwickeln – im Sinne der Clubs ebenso wie der Golferinnen und Golfer.
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