Es war eine beeindruckende One-Man-Show: Simon Brown,
Head-Professional des GC Rhein-Sieg, hat sich in überragender Manier den Titel
der HDI German PGA Seniors Championship 2013 gesichert. Im GC Jakobsberg in
Boppard gewann der Engländer mit Runden von 65, 68 und 70 Schlägen mehr als souverän.
Am Ende dieser Deutschen Meisterschaft der Senior Professionals der PGA of
Germany hatte er mit 13 unter Par zwölf Schläge Vorsprung vor dem Zweitplatzierten
Howard Francis (69, 73, 73/-1). Rang 3 teilten sich Titelverteidiger Torsten
Giedeon und Philip Gresswell, beide notierten nach drei Runden 2 über Par.
Boppard – Es war
sein erster Auftritt im Lager der Senior Professionals, und er hätte nicht
beeindruckender sein können. Simon Brown, seit seinem 50. Geburtstag am 12.
April 2013 spielberechtigt bei den Senioren, bewies auf dem ebenso malerischen
wie sportlich anspruchsvollen Golfplatz hoch über der Rheinschleife bei
Boppard, weshalb er in diesem Jahr auch auf der European Senior Tour an den
Start gehen darf. Vom Tee zeigte er sich präzise wie eh und je, nur rund 15
Meter länger als vor einem Jahr. Sein Spiel rund ums Grün war schon immer von
einer Güte, die dem Vergleich mit Europas Spitze mühelos standhalten kann.
Beim ProAm am
Sonntag hatte es noch "Land unter!" geheißen im GC Jakobsberg, wo Bunker
unter Wasser standen und perfekte Regenkleidung an diesem Tag das wichtigste
Accessoire war. Doch in der ersten Runde der mit 12.000 Euro dotierten
Deutschen Meisterschaft der Senioren unter den PGA Golfprofessionals herrschten
ideale Bedingungen. Der Championship-Parcours präsentierte sich in exzellentem
Zustand und erlaubte erstklassige Scores. Mit einer überragenden 65er-Runde übernahm
Brown am ersten Tag die Führung, nach 18 Löchern standen acht Birdies bei nur
einem Bogey auf seiner Scorekarte. Damit hatte er bereits vier Schläge
Vorsprung vor seinem Landsmann Howard Francis vom GC Reischenhof. In Runde 2
baute Brown seine Führung nicht nur aus: Mit nun elf unter Par nach 36 Löchern dominierte
er die Konkurrenz. Seiner brillanten 65er-Auftakt-Runde hatte er eine 68 folgen
lassen. „Mein langes Spiel war sehr gut. Es war der Schlüssel zum Erfolg“,
resümierte Brown, der mit seiner Leistung hochzufrieden, und abgesehen davon glücklich
war, „viele Freunde nach langer Zeit wiederzusehen“, und „endlich diese PGA
Championship zu gewinnen“. Rund ein halbes Dutzend Mal war er in den
vergangenen Jahren in der Herren-Konkurrenz nah dran an diesem Titel, verzeichnete
etliche Top-10- und einige Podest-Plätze. Nun endlich ziert auch der Pokal der
PGA Championship seine Sieger-Vitrine; dass es der für die Senioren ist, tut
der Freude keinen Abbruch.
Am Finaltag dieser
ersten Deutschen Meisterschaft der PGA of Germany in der Saison 2013 war es keine
Frage mehr, ob Simon Brown sich im ersten Anlauf den Titel der HDI German PGA
Seniors Championship holen würde, sondern nur, mit wie vielen Schlägen
Vorsprung. 12 waren es am Ende, denn sein Landsmann Howard Francis kam nach
einer Runde im strömenden Regen als Deutscher Vizemeister mit 1 über Par ins
Clubhaus. Das finale Leaderboard dieser Deutschen Meisterschaft der Senior
Professionals der PGA of Germany mutete dabei an wie die Ergebnistafel einer English
Championship: Zehn Engländer kamen unter die ersten Elf, nur Titelverteidiger
Torsten Giedeon konnte in die Phalanx einbrechen: Mit 2 über Par teilte er
Platz 3 mit Philip Gresswell.
Und der Gleichstand
dieser beiden Spieler war auch der Grund, weshalb diese Deutsche Meisterschaft
am Ende noch in die Verlängerung ging, und weshalb trotz der klaren Dominanz
von Simon Brown noch einmal höchste Spannung, ja fast Dramatik aufkam.
Hintergrund: Für den Sieger und den Zweitplatzierten der HDI German PGA Seniors
Championship ist jeweils ein Startplatz bei einem der beiden Turniere der European
Senior Tour in diesem Jahr in Deutschland ausgelobt. Da Simon Brown dort
ohnehin spielberechtigt ist – er hatte sich die Tourkarte im Januar bei der
Qualifying School gesichert – gingen die beiden Wildcards an die Nummer 2 und 3
der DM am Jakobsberg. Howard Francis entschied sich, Anfang September bei der
WINSTONgolf Senior Open in Vorbeck zu starten. Torsten Giedeon und Philip
Gresswell mussten nun im Stechen ermitteln, wer im August beim Berenberg
Masters im Golf- und Land-Club Köln aufteen darf. Dort geht es immerhin um
400.000 Euro Preisgeld; entsprechend hartnäckig kämpften beide um ihre Chance.
Dreimal teilten sie Loch 18 mit Par, an der 16 spielten beide Birdie, und erst
am fünften Extra-Loch stand Philip Gresswell vom Internationalen Golfclub Bonn als
Sieger fest: Mit einem Par gegen Torsten Giedeons Bogey sicherte er sich an
Bahn 17 die zweite Wildcard für das Turnier in Köln.
Spätestens dort
gibt es auch ein Wiedersehen mit Simon Brown, der in diesem Jahr für alle
Turniere der European Senior Tour qualifiziert ist, und für den das
Kräftemessen mit den besten Senioren Europas schon in der nächsten Woche
beginnt: Dann startet er bei der mit 260.000 Pfund dotierten ISPS Handa PGA
Seniors Championship im englischen Cheshire. Ein paar gute alte Freunde wird er
auch dort wieder treffen, und englisches Wetter bereitet Simon Brown nach den
Regentagen am Jakobsberg ganz gewiss keine Probleme (www.pga.de).
Die Pressemeldung der PGA of Germany
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