Wie auf der internationalen EPD Tour ist der Friedrichshafener Daniel Wünsche
derzeit auch auf nationaler Ebene das Maß der Dinge im professionellen Golfsport:
Der 26-Jährige, aktuell die Nummer 1 der EPD Tour Order of Merit, sicherte sich
am Donnerstag den Titel der HDI-Gerling German PGA Championship 2012. Am ersten
Extra-Loch des Stechens auf der 18. Bahn des Championship-Platzes von Golf
Gleidingen in Laatzen bei Hannover, setzte er sich mit einem Birdie nervenstark
gegen den Landshuter Felix Eibl durch. Nach 72 Löchern der Deutschen
Meisterschaft hatten beide Spieler Platz 1 mit 13 unter Par geteilt.
Laatzen bei Hannover – Die Finalrunde der HDI-Gerling
German PGA Championship 2012 war an Spannung nicht mehr zu überbieten:
Schlaggleich mit 11 unter Par waren am Morgen Dennis Küpper vom GC
Düsseldorf-Grafenberg und der Hamburger Florian Jahn als Führende an den
Abschlag gegangen. Nur einen Zähler dahinter lauerte Routinier Christoph Günther
aus Oberammergau, gefolgt von Felix Eibl und dem Dießener Marcel Haremza, die
Platz 4 mit 9 unter Par teilten. Doch am Ende der Deutschen Meisterschaft der
PGA Golfprofessionals stemmte Daniel Wünsche den mächtigen Siegerpokal in den dunkelblauen
Himmel über der Anlage von Golf Gleidingen, jubelte über seinen ersten DM-Titel
und erhielt von HDI-Gerling-Vorstand Jens Wohlthat den Siegerscheck über 10.000
Euro. Er hatte sich von Platz 8 ganz an die Spitze des Turniers gespielt.
"Ich habe an meine
Chance geglaubt, hier noch ganz nach vorne zu kommen, wusste aber auch, dass
ich eine ganz tiefe Runde spielen muss", so der PGA Golfprofessional vom
Bodensee, der seit einigen Jahren in Gilching bei München lebt und trainiert.
Nach Runden von 67, 75 und 67 Schlägen an den ersten drei Tagen auf der
Kurs-Kombination Albatros/Birdie in Laatzen, gelang ihm am Finaltag mit einer 66er
Runde tatsächlich das beste Resultat des gesamten Feldes. Dabei lochte er
zweimal zum Eagle ein, spielte drei Birdies und nur ein Bogey. Zur Belohnung qualifizierte
er sich für das Stechen gegen den 25 Jahre alten Felix Eibl, der 72, 69, 66 und
68 Schläge auf seiner Scorekarte notierte hatte – gesamt ebenfalls 13 unter
Par. Im Play-off brachte der Wahlmünchner den Titel dann gleich am ersten
Extra-Loch unter Dach und Fach: Beide Spieler erreichten mit dem zweiten Schlag
das Grün dieses 389 Meter langen Par 4, wo der Champion aus 2,5 Metern souverän
zum Birdie einlochte. Eibl hatte knapp verschoben.
Mit jeder Menge
Selbstvertrauen und auch einer gehörigen Portion Stolz über den Erfolg in
Laatzen geht Daniel Wünsche nun in den Endspurt der Saison 2012. Die
Gesamtwertung der EPD Tour möchte er gewinnen, und dann versuchen, sich
eventuell über die Qualifying School direkt für die European Tour zu
qualifizieren: "So ein Titel gibt jede Menge Rückhalt und Motivation, und
auch das Preisgeld hilft natürlich sehr", so Wünsche. Sein nächster
Auftritt folgt nächste Woche beim EPD-Tour-Turnier Castanea Resort Open in
Adendorf.
In Laatzen hatte Turnierdirektor
Simon Bowler die Finalrunde wegen heftiger Gewitter mit 90-minütiger Verspätung
gestartet; von da an entwickelte sich an der Spitze ein grandioser
Schlagabtausch. Immer wieder wechselte die Führung, mal sah Eibl,
zwischenzeitlich mit 14 unter Par an der Spitze des Leaderboards, wie der
sichere Sieger aus, dann wieder schloss Günther auf, und auch Haremza und
Küpper spielten Birdies in Serie und marschierten begleitet von vielen hundert
Zuschauern voller Zuversicht in Richtung des Clubhauses von Gleidingen.
Dramatik pur dann an Grün
17: Der Ball von Christoph Günther lippte aus, vollführte einen
Dreiviertelkreis am Lochrand – Bogey! An der 18 beförderte der Oberammergauer
seinen zweiten Schlag mit Power zwei Meter hinter die Fahne, doch sein Birdie-Putt
lippte wieder aus und er verpasste damit das Stechen. Letztlich teilten
Haremza, Günther und Küpper Platz 3 mit 12 unter Par.
Die Deutsche Meisterschaft
der PGA Golfprofessionals 2012 lockte an den vier Tagen etliche tausend
Zuschauer auf die Anlage von Golf Gleidingen in Laatzen, die sich ebenso wie
die Spieler begeistert von dem windgepeitschten Golfplatz mit Links-Charakter
zeigten. Fairways und Grüns präsentierten sich in bestem Championship-Zustand
und stellten die Professionals vor anspruchsvolle aber jederzeit faire und
lösbare Aufgaben. Was möglich ist, wenn alles perfekt läuft, bewies der
Hamburger Florian Jahn in Runde 2, als er mit 62 Schlägen einen neuen
Platzrekord und eine neue persönliche Bestleistung aufstellte. Er übernahm
damit die Führung und hielt sich auch am dritten Tag an der Spitze, nach einer
77 in der Schlussrunde fiel er allerdings auf Platz 7 zurück.
Einen Sonderpreis gab es
dennoch für den 29-Jährigen, ebenso wie für Jacqueline Dittrich: Die einzige
Dame im Feld dieser HDI-Gerling German PGA Championship hatte zwar den Cut
verpasst, sich mit Runden von 82 und 76 Schlägen vom Herren-Tee aber den
höchsten Respekt ihrer männlichen Kollegen erworben. Die Damen-Konkurrenz hatte
mangels Beteiligung abgesagt werden müssen – insgesamt hatten nur vier
Teilnehmerinnen gemeldet. "Es hat großen Spaß gemacht, bei den Herren zu
spielen", so Jacqueline Dittrich, "es ist eine sehr gute Vorbereitung
auf die Qualifying School." Die 25-Jährige will ab 6. Dezember in
Marrakesch versuchen, sich für die Ladies European Tour 2013 zu qualifizieren.
Spaß an dieser spannenden Deutschen
Meisterschaft der PGA Golfprofessionals hatten auch Dr. Christian Hinsch
und Jens Wohlthat, der Vorstandsvorsitzende sowie der Vorstand der HDI-Gerling
Industrie Versicherung AG. Die Repräsentanten des Titelsponsors HDI-Gerling begleiteten
die Finalrunde in Laatzen höchstpersönlich und stellten bei der Siegerehrung
klar: Fortsetzung folgt! Alle Ergebnisse, Bilder und Informationen der
HDI-Gerling German PGA Championship 2012 gibt es im Internet auf der
PGA-Website unter www.pga.de.
Die Pressemeldung der PGA of Germany
können Sie jetzt auch bequem als PDF downloaden