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Der Profi-Verband: Damals und heute

Vor über 90 Jahren von einer Handvoll Golflehrer gegründet, präsentiert sich die Professional Golfers Association (PGA) of Germany heute als moderner Berufsverband mit Historie.

Unter dem Namen „Deutscher Golflehrer Verband e.V“ gründen Wilhelm Zimmer, Georg und Max Lange, Heinrich Henkell und der Brite Percy Alliss im Jahr 1927 den Berufsverband in Neviges in Nordrhein-Westfalen. Heute hat die Professional Golfers Association (PGA) of Germany, wie der Verband seit 1995 heißt, knapp 2000 Mitglieder und eine moderne wirtschaftliche Struktur. Mit eigener Aktiengesellschaft und mehreren GmbHs. Mit einer modernen Geschäftsstelle in München, in der sich ein Dutzend Mitarbeiter um die Belange der Mitglieder kümmert, rund 40 Partnerunternehmen betreut, ein umfangreiches Aus- und Fortbildungsprogramm organisiert sowie eine Turnierserie für Europas Tourspieler-Nachwuchs. Die PGA of Germany ist heute gleichermaßen ein Verein mit Tradition und eine feste Größe des Golfmarktes, die dessen Entwicklung mitbestimmt.

Der Weg bis dahin war weit. Während des Zweiten Weltkriegs ruht der Deutsche Golflehrer Verband (DGLV) zunächst, wird aber am 28. Mai 1947 wiedergegründet, erneut in Neviges. An der ersten Generalversammlung und der ersten Golflehrermeisterschaft nach dem Krieg nehmen 22 Mitglieder teil. Im Jahr 1971 bezieht der DGLV in Kassel eine eigene Geschäftsstelle, und Gerold Fischer, Präsident von 1972 bis 1986, vernetzt den Verband international. Von 1986 bis 1993 agiert Karl-Heinz Gögele als Präsident, und die Geschäftsstelle wird während seiner Amtszeit nach Neusäß verlegt. 1994, inzwischen mit Heinz Fehring an der Spitze, stellt der DGLV mit Rainer Goldrian einen hauptamtlichen Geschäftsführer ein, der die Partnerschaften des Verbandes mit Wirtschaftsunternehmen ausbaut. 1995 wird der Berufsverband in „Professional Golfers Association of Germany e.V.“ umbenannt, und ein Jahr später um die Tochtergesellschaft „PGA Aus- und Fortbildungs GmbH“ ergänzt. Ines Halmburger setzt als deren Geschäftsführerin noch im selben Jahr eine neue Ausbildungsstruktur in Kraft.

„PGA Professional Level“

Seit dem Jahr 2000 ist Stefan Quirmbach Präsident der PGA of Germany, die ihren Sitz 2010 nach München verlegt. 2018 beginnt Stefan Quirmbach seine 7. Amtszeit. Rekord. In seine Präsidentschaft fallen der Erwerb der „Pro Golf Tour“ im Jahr 2005, ebenso die umfangreiche Reform der Ausbildung zum „Fully Qualified PGA Golfprofessional“, die 2012 umgesetzt wird, wie auch 2015 die Einstufung des Ausbildungsprogramms der PGA of Germany in das „PGA Professional Level“ der PGAs of Europe. Das Wachstum von 170 Mitgliedern im Jahr 1974 auf 571 im Jahr 1990, auf 1254 im Jahr 2000 und heute 1951 PGA Golfprofessionals spiegelt wider, wie sich der Berufsverband heute darstellt: Als anerkannte Instanz der deutschen Golflandschaft.